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Aktuelles aus dem UKM Marienhospital Steinfurt

Aktuelle Nachrichten

Abendvisite kommt wieder nach Emsdetten: Gesundheit und Medizin einfach erklärt.

Das Marienhospital Münsterland legt die „Abendvisite in Emsdetten“ mit der Stiftung St. Josef und der Familienbildungsstätte Steinfurt neu auf.

Die Veranstaltungsreihe „Abendvisite“ wird fortgesetzt. Dafür haben das Marienhospital Münsterland, die Stiftung St. Josef und die Familienbildungsstätte Steinfurt eine Kooperation vereinbart. Die Zusammenarbeit der drei Organisationen besiegelten Dr. med. Hans-Joachim Meyer-Krahmer, Martin Kolbe und Klaus Westendorf nun per Handschlag.

„Wir möchten die erfolgreiche Vortragsreihe in Emsdetten fortsetzen“, sagt Chefarzt Dr. med. Hans-Joachim-Meyer Krahmer. Er ist Ärztlicher Direktor des Steinfurter Krankenhauses. In der Abendvisite sprechen Ärzte über ein medizinisches Thema. Oft handelt es sich um sogenannte Volkskrankheiten, von den viele Menschen betroffen sind. Meyer-Krahmer: „Die Ärzte erklären, wie die Krankheiten entstehen, wie sie festgestellt werden und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.“ Anschließend beantwortet der Referent die Fragen der Zuhörer.

Martin Kolbe, Geschäftsführer der Stiftung St. Josef in Emsdetten musste nicht lange überlegen, als die Idee zu der Kooperation an ihn herangetragen wurde. „Unser Bildungsinstitut wendet sich an Menschen, die auch im Alter aktiv ihr Leben gestalten möchten,“ führt Kolbe aus. Er freut sich auf Vorträge, in denen aktuelle Thermen aus dem Bereich Gesundheit und Medizin einfach erklärt werden.

Aus der langjährigen Zusammenarbeit der Familienbildungsstätte Steinfurt mit den Ärzten des Marienhospitals weiß Klaus Westendorf: „Die Ärzte vermitteln die oftmals sehr speziellen medizinischen Themen in einer leicht verständlichen Sprache.“ Westendorf leitet die Familienbildungsstätte Steinfurt (FBS). Die FBS organisiert in Emsdetten zahlreiche Veranstaltungen aus dem Bereich der Gesundheitsbildung. „Das Interesse, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen ist groß,“ stellt Westendorf fest und fährt fort. „Die Menschen suchen wegen der unzähligen Informationsquellen des Internets den Rat eines Experten in unseren Vorträgen.“ Denn im Rahmen der Vortragsveranstaltung bietet sich die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen.
Die Abendvisite in Emsdetten findet nach den Sommerferien immer am ersten Donnerstag im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Dennoch müssen sich Interessenten für die einzelnen Termine anmelden, da die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist. Als Veranstaltungsort wurde das Bildungsinstitut für soziale Gerontologie und Ehrenamt, Mühlenstr. 31 in Emsdetten ausgewählt. In den nächsten Wochen erscheint eine Übersicht mit allen Veranstaltungen, die für das zweite Halbjahr vorgesehen sind. Darin wird auch die Telefonnummer bekannt gegeben, unter der man sich anmelden kann.

Am Donnerstag, 01. September 2016 startet die Reihe „Abendvisite in Emsdetten“ mit einem Vortrag zum Thema Gelenkersatz. Der Orthopäde Dr. Christoph Schulte erläutert für Patienten, die an Schmerzen im Kniegelenk oder in der Hüfte leiden, wann ein Operation in Frage kommt. Außerdem wird er die verschiedenen Operationsmöglichkeiten vorstellen.

Chefarzt Dr. med. Hans-Joachim Meyer-Krahmer ist ab 01. April 2016 neuer Ärztlicher Direktor

Chefarzt Dr. med. Hans-Joachim Meyer-Krahmer ist seit dem 01. April 2016 neuer Ärztlicher Direktor des Marienhospitals Münsterland. Die Ernennung erfolgte durch Geschäftsführer Dirk Schmedding auf Vorschlag der Chefärzte des Krankenhauses.

Seit 2010 ist Dr. med. Meyer-Krahmer am Steinfurter Krankenhaus als Chefarzt tätig. Gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. Joachim Everding leitet er die Abteilung für Radiologie. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Diagnostik mit dem Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT). Er hat diese Diagnostik (RadioLog) am Steinfurter Krankenhaus aufgebaut.

Als Ärztlicher Direktor trägt Meyer-Krahmer die Verantwortung für die Organisation der Behandlungseinrichtungen. Er ist Mitglied der Klinikleitung. Zwischen Ärzten und anderen Berufsgruppen des Marienhospitals Münsterland hat er eine vermittelnde Rolle. Er überwacht die aufsichtsbehördlichen Anordnungen im medizinischen Bereich, die gesetzlichen Verpflichtungen, die Sicherstellung der Krankenhaushygiene und der ärztlichen Versorgung der Patienten.

Meyer-Krahmer ist Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie. Bevor er 2010 an das Marienhospital in Steinfurt wechselte war er achtzehn Jahre leitender Oberarzt am Marienhospital Hamm. Während seiner Facharztausbildung hat er unter anderem an den Universitätskliniken in Göttingen und Münster gearbeitet.

Dr. med. Meyer-Krahmer übernimmt die Aufgaben des Ärztlichen Direktors von seinem Vorgänger Dr. med. Bernd Winterberg. Dr. Winterberg nutzt die Möglichkeit der Altersteilzeit. Für ihn begann am 01. April 2016 der Ruhestand.

Im Juni 1990 kam Dr. Winterberg als Oberarzt an der Marienhospital Emsdetten nachdem er viele Jahre als wissenschaftlicher Assistent in der Universitätsklinik Münster (Medizinische Klinik C; D; Klinik für Radiologie) gearbeitet hat. Als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie war er in der Abteilung für Nephrologie des Emsdettener Krankenhauses beschäftigt. Im Mai 1995 wurde er zum Chefarzt der Abteilung berufen. Seit April 2009 war Dr. Winterberg außerdem Ärztlicher Direktor, zunächst für das Marienhospital Emsdetten und ab Januar 2014 für das Marienhospital Münsterland.

Vertrag unterzeichnet: UKM übernimmt ab März Geschäftsbesorgung des Marienhospitals Steinfurt

Hauptabteilungen für Innere Medizin und Chirurgie verbleiben am Standort Steinfurt-Borghorst / Abteilung für Psychosomatik wird nach Emsdetten verlegt

Münster (ukm/maz). In Münster wurde heute Vormittag offiziell die Zusammenarbeit zwischen der Marienhospital Münsterland GmbH (MHM) und dem UKM (Universitätsklinikum Münster) besiegelt. Damit übernimmt das UKM wie Ende Januar verkündet zum 01. März 2016 die Geschäftsbesorgung für das Marienhospital in Steinfurt-Borghorst.

Nach der Unterzeichnung des Vertrages durch Dirk Schmedding und Ulrich Scheer, Geschäftsführer des Marienhospitals, sowie Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, und Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor und stellv. Vorstandsvorsitzender des UKM, werden nun weitere Schritte unternommen, die den erfolgreichen Betrieb des Marienhospitals Münsterland langfristig gewährleisten sollen. „Unser Ziel ist es, das Haus nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen und damit die medizinische Versorgung in der RegionSteinfurt sicherzustellen“, sagte Roeder mit dem Hinweis, dass für diesen Modernisierungskurs Investitionen notwendig seien. Geplant ist u.a. der Bau eines neuen Bettenhauses, der schon im Jahr 2017 beginnen soll. „Wir gehen davon aus, dass unser Konzept bei allen Beteiligten als verantwortungsvolle Lösung Zustimmung findet.“

Die Pläne des UKM und der Marienhospital Münsterland GmbH bauen auf dem etablierten Leistungsspektrum des Krankenhauses auf: Die Hauptabteilungen für Innere Medizin und Chirurgie sollen am Standort Steinfurt-Borghorst gefestigt und das Leistungsangebot gemeinsam mit dem UKM weiterentwickelt werden. Die Abteilung für Psychosomatik, die derzeit an den Standorten in Laer und Altenberge untergebracht ist, soll zeitnah nach Emsdetten verlegt werden. „Auch wenn diese fraglos notwendigen Schritte für einige unserer Mitarbeiter Veränderungen mit sich bringen, sieht die gesamte Belegschaft der Zusammenarbeit mit dem UKM mit großer Zuversicht entgegen“, so Dirk Schmedding.
Roeder ging in diesem Zusammenhang auch noch einmal abschließend auf die Überlegungen zur Standortwahl ein: „Wir nehmen die Fragen der Bevölkerung zur medizinischen Versorgung vor Ort sehr ernst. Unter den heutigen Krankenhausfinanzierungsbedingungen können Krankenhäuser jedoch nur wirtschaftlich betrieben werden, wenn die zur Verfügung gestellten Ressourcen optimal ausgelastet werden. Wir sind nach sorgfältiger Abwägung auch unter Berücksichtigung der Investitionskosten an beiden Standorten zu dem Ergebnis gekommen, dass die tragfähigste und wirtschaftlichste Lösung ist, das Haus in Steinfurt weiter zu betreiben und in Emsdetten die Psychosomatik anzusiedeln. Gleichzeitig kann mit diesem Konzept nachhaltig eine gute Versorgung für die gesamte Region inklusive Emsdetten gewährleistet werden. Dennoch würden wir es sehr begrüßen, wenn am Standort Emsdetten gemeinsam mit dem Investor, der das Gebäude erwerben wird, weitere ambulante Gesundheitsleistungen angesiedelt werden und ein Gesundheitscampus entsteht. Das UKM wird diesen Prozess gerne unterstützen, kann dort jedoch nicht noch zusätzlich in wirtschaftlicher Verantwortung stehen.“

Zwei Qualitätssiegel für die Betreuung von Menschen mit Diabetes

Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Mehr als sechs Millionen Menschen sind betroffen. Sie brauchen eine fachübergreifende Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken oder Praxen. Um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, zertifiziert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) die Einrichtungen, die hohe definierte Anforderungen erfüllen. Das Krankenhaus Steinfurt hat jetzt zum dritten Mal von der DDG die Basisanerkennung als „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ erhalten. Außerdem wurde das Krankenhaus erneut als stationäre Fußbehandlungseinrichtung anerkannt.

Diabetes mellitus ist eine komplexe Krankheit mit unterschiedlichen Ausprägungen. Es handelt sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung. Ist ein Mensch von der Erkrankung betroffen, so ist sie für ihn und die behandelnden Therapeuten eine lebenslange Herausforderung. Man unterscheidet Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Vor allem die Zahl der Menschen, die an Diabetes Typ 2 leiden, steigt in Deutschland rasant. Diese Erkrankung verursacht häufig zunächst keine Beschwerden, führt unbehandelt für die Betroffenen jedoch zu ernsten Folgeerkrankungen. Denn ein erhöhter Blutzucker schädigt die kleinen und großen Gefäße. Es kann zu Schlaganfall oder Herzinfarkt, Nierenleiden, Amputationen oder Erblindungen kommen. Durch eine gute medizinische Betreuung lassen sich diese Folgeerkrankungen vermeiden.

Patienten, die an Diabetes erkrankt sind, leiden häufig unter chronischen Wunden am Fuß. „In unserem Haus hat sich die reibungslose Kooperation der verschiedenen Fachabteilungen bewährt“, so Chefärztin Dr. med. Petra Vieth (Angiologie). Gemeinsam mit den Ärzten der Gefäßchirurgie, den speziell ausgebildeten Wundexperten sowie den medizinischen Fußpflegern engagiert sich Vieth für den Behandlungserfolg der ernst zunehmenden Erkrankung.

Chefarzt Dr. med. Bernd-Walter Bautsch (Innere Medizin und Diabetologie) sieht in den erneuten Zertifizierungen vor allem ein wichtiges Signal für die Patienten. „Die Zertifikate sind wie ein Qualitätssiegel. Es gibt denjenigen, die einen geeigneten Behandler suchen, eine wertvolle Orientierung.“ Als zertifiziertes Diabeteszentrum erfüllt das Krankenhaus in den Bereichen Therapie, Beratung und Schulung die geforderten Standards.

Universitätsklinikum Münster wird Betrieb des Borghorster Marienhospitals übernehmen
  • UKM wird in erster Jahreshälfte prüfen, „ob und wann wir die Trägerschaft übernehmen können“
  • Lösung gute Grundlage, Immobilie am Standort Emsdetten sinnvoll nutzen zu können
  • Dirk Schmedding zum Geschäftsführer der Marienhospital Münsterland GmbH bestellt

„Die Zitterpartie ist zu Ende, es geht weiter mit dem Marienhospital in Steinfurt. Weiter für die Patienten, weiter für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, kündigte Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Vorstandsvorsitzender und ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster (UKM), auf einer Versammlung der Belegschaft des Borghorster Krankenhauses vor 270 der rund 670 Mitarbeiter in Burgsteinfurt an. Die entsprechenden Verträge sollen noch im Februar 2016 unterzeichnet werden.

Roeder und der kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums, Dr. rer. Pol. Christoph Hoppenheit, verwiesen auf die langjährige, gute Kooperation der beiden Kliniken und auf die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung in der Region.

Die Geschäftsbesorgung will das Universitätsklinikum ab dem 1. März 2016 übernehmen, in einem nächsten Schritt prüfen, „ob und wann das Universitätsklinikum die Trägerschaft übernehmen kann“. „Dazu müssen wir die Zusagen der Unterstützer in den kommenden Wochen einsammeln“, so Roeder.
Für die eigenverwaltende Geschäftsführung des Marienhospitals Steinfurt-Borghorst erklärte dessen kaufmännischer Geschäftsführer Ulrich Scheer: „Diese Zusagen beziehen sich sowohl auf den operativen Krankenhausbetrieb als auch auf Investitionen in ein neues Bettenhaus“.

Der Generalbevollmächtigte der Marienhospital Münsterland GmbH, Dr. Jörg Bornheimer von der Sozietät GÖRG, ergänzte: „Mit dem UKM haben wir nach dem Verkauf des Krankenhauses in Greven an die Franziskus-Stiftung auch für den Standort Steinfurt einen geeigneten Kooperationspartner und möglichen Übernehmer für eine nachhaltige Sanierung gefunden. Hierdurch wird zugleich die Chance erhalten, für die Immobilie in Emsdetten einen Ankermieter aus dem medizinischen Bereich zu gewinnen und somit die Voraussetzung für den alsbaldigen Verkauf der Immobilie an vorhandene Interessenten sowie eine für die Gemeinde und Bevölkerung sinnvolle Nutzung zu schaffen“.

Dr. Frank Kebekus, vom Insolvenzgericht bestellter Sachwalter der Marienhospital Münsterland GmbH bestätigte, dass der Gläubigerausschuss der Fortführung des Krankenhausbetriebs bereits zugestimmt habe. „Die Gläubiger haben die komplexen Prozesse in diesem Verfahren konstruktiv begleitet“.

Der Gesellschafter der Marienhospitals Münsterland GmbH hat der Berufung Dirk Schmeddings zum weiteren Geschäftsführer zugestimmt. Darüber hinaus hat der Gesellschafter auf Wunsch Ulrich Scheers einem Aufhebungsvertrag zugestimmt und für dessen Engagement und Einsatz gedankt. Scheer wird sich ab dem 1. März 2016 neuen unternehmerischen Aufgaben stellen.

Neues Zentrum für Ambulantes Operieren am Marienhospital Münsterland nimmt Betrieb auf.

Im Marienhospital Münsterland nimmt das „Zentrum für Ambulante Operationen“ seinen Betrieb auf. Auf einer Fläche von mehr als 300 Quadratmetern wurde ein neuer Funktionsbereich geschaffen. Sämtliche ambulanten Operationen werden hier zentral zusammengefasst und medizinisch betreut. „Wir freuen uns, heute das neue OP-Zentrum eröffnen zu können“, sagt Dirk Schmedding. Als Unternehmensleiter „Neue Versorgungsformen“ hat er die konzeptionellen Vorgaben für des OP-Zentrums entwickelt und umgesetzt.

Schon seit einigen Jahren nimmt die Anzahl der ambulanten Eingriffe nicht nur am Steinfurter Krankenhaus kontinuierlich zu. Chefarzt Dr. med. Hartmut Thiel (Unfall-, Hand-, und Orthopädische Chirurgie) ist einer der Ärzte, die den neuen OP-Saal zukünftig nutzen werden: „Die sogenannten minimalinvasiven Techniken mit kleineren Schnitten und sanftere Narkoseverfahren machen für eine Vielzahl von Eingriffen ambulante Operationen möglich.“ In dem neuen Stationsbereich bietet das Krankenhaus seinen Patienten eine serviceorientierte Versorgung für operative Eingriffe, die nicht stationär durchgeführt werden müssen. „Unsere Patienten werden sich nur wenige Stunden in diesem Bereich aufhalten, bevor sie nach Hause entlassen werden“, sagt Holger Hummels, Pflegedirektor des Marienhospitals Münsterland. Gerade deshalb sei es für ihn selbstverständlich, den Patienten einen optimalen und verlässlichen Ablauf von der Aufnahme des Patienten am Morgen bis zu seiner Entlassung am Abend des selben Tages zu bieten.

Die Patienten profitieren von getrennten ambulanten und stationären Bereichen: Die fest geplanten ambulanten OP-Termine werden zukünftig unabhängig von stationären Notfallbehandlungen eingehalten werden können. In den angenehm gestalteten Räumen werden die Patienten empfangen und auf den Eingriff vorbereitet. Nach der ambulanten Operation erholen sich die Patienten in eigens dafür eingerichteten Ruheräumen. Die Patienten werden während der gesamten Zeit von erfahrenem Personal betreut.

„Klare Abläufe und feste Ansprechpartner gehören ebenso selbstverständlich zum Behandlungskonzept wie die hohe medizinische Versorgungsqualität“, so Schmedding. Doch für ihn ist noch ein weiterer Aspekt von Bedeutung: Weil die ambulanten Eingriffe aus dem Zentral-OP ausgelagert werden, können dort größere Operationen zeitnaher durchgeführt werden. Nach dem Ausbau des Leistungsspektrums am Steinfurter Krankenhauses war die Entlastung des Zentral-OP notwendig geworden.

Marienhospital Münsterland stellt die Kapazitäten für ambulante Operationen in Steinfurt neu auf

(Steinfurt 14. August 2015). Im Marienhospital Münsterland - Krankenhaus Steinfurt wird bis Ende September 2015 der neue Funktionsbereich „Ambulante Operationen“ eingerichtet. Dafür werden der ehemalige Sectio-OP und die Kreißsäle umfassend renoviert und technisch auf den neuesten Stand gesetzt. In der neu geschaffenen Station werden ambulante Operationen zentral zusammengefasst und medizinisch betreut.

„Wir bieten unseren Patienten in diesem Bereich zukünftig eine serviceorientierte Versorgung für operative Eingriffe, die nicht stationär durchgeführt werden müssen“, erläutert Dirk Schmedding die Pläne des Krankenhauses. Klare Abläufe und feste Ansprechpartner gehören ebenso selbstverständlich zum Behandlungskonzept wie die hohe medizinische Versorgungsqualität.

Schon seit einigen Jahren nimmt die Anzahl der ambulanten Eingriffe nicht nur am Steinfurter Krankenhaus kontinuierlich zu. Auch die veränderten gesetzlichen Vorgaben führen dazu, dass zunehmend Operationen nicht mehr im Rahmen einer stationären Behandlung, sondern ambulant zu erbringen sind. Dazu sagt Holger Hummels, Pflegedirektor des Krankenhauses: „Die Erfahrung zeigt, dass sich die Patienten nach den Operationen schnell und komplikationslos zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung erholen können.“

Ab Oktober sollen in den modern gestalteten Räumlichkeiten ambulante Operationen aller Fachbereiche durchgeführt werden. Schmedding: „Wir koppeln den Bereich der ambulanten Operationen vom stationären Bereich ab und schaffen eine eigene Versorgungsstruktur.“ Dies ermöglicht einen optimalen und verlässlichen Ablauf von der Aufnahme des Patienten am Morgen bis zu seiner Entlassung am Abend des selben Tages. Die Patienten profitieren von getrennten ambulanten und stationären Bereichen: die fest geplanten ambulanten OP-Termine werden zukünftig unabhängig von stationären Notfallbehandlungen eingehalten werden können. In den angenehm gestalteten Räumen werden die Patienten empfangen und auf den Eingriff vorbereitet. Nach der ambulanten Operation erholen sich die Patienten in eigens dafür eingerichteten Ruheräumen. Die Patienten werden während der gesamten Zeit von erfahrenem Personal betreut.

Das Zentrum für ambulante Operationen bündelt nicht nur sämtliche Abläufe rund um die Versorgung der Patienten, die für kleinere Eingriffe ins Krankenhaus kommen. Vielmehr werden auch die anderen Stationen des Krankenhauses entlastet. Dies ist durch den Ausbau des Leistungsspektrums am Steinfurter Krankenhaus notwendig geworden. Die Bauchchirurgie (Visceralchirurgie), insbesondere zur Behandlung von Darmkrebs, wird ausgebaut. Der Gelenkersatz für Patienten mit chronischen Erkrankungen am Bewegungsapparat (Endoprothetik) ergänzt das Spektrum der Unfallchirurgie.

Marienhospital Münsterland in Steinfurt verstärkt Schwerpunkt Chirurgie

Dafür wechseln Ärzte aus dem Krankenhaus Emsdetten nach Steinfurt. Ihre Kompetenz bringen sie in den Ausbau des Leistungsspektrums ein. Die Fachabteilung für Gynäkologie wird geschlossen.

„Es sind insgesamt drei Bereiche, in denen das Steinfurter Krankenhaus für die Patientenversorgung zusätzlich punkten wird“, sagt der medizinischer Geschäftsführer des Krankenhauses, Dr. med. Andreas Eichenauer. Die Bauchchirurgie (Visceralchirurgie), insbesondere zur Behandlung von Darmkrebs, wird ausgebaut. Der Gelenkersatz (Endoprothetik) für Patienten mit Erkrankungen am Bewegungsapparates ergänzt das Spektrum der Unfallchirurgie. Außerdem kooperiert das Krankenhaus mit niedergelassenen Fachärzten für Orthopädie. Sie nutzen das Krankenhaus für operative Eingriffe. Um diese Spezialisierung umsetzen zu können, trennt sich das Krankenhaus von seiner gynäkologischen Fachabteilung in Steinfurt. Am Standort in Greven wird der Schwerpunkt Gynäkologie weiter bestehen.

Der Bereich Visceralchirurgie wird unter der Leitung von Chefarzt Reiner Schürmann ausgebaut. Seit April 2011 ist Reiner Schürmann Chefarzt für Allgemeinchirurgie und Visceralchirurgie am Emsdettener Krankenhaus. In Steinfurt ist er kein Unbekannter. Als Nachfolger von Prof. Dr. Mennigen ist Schürmann bereits seit Februar 2014 auch am Krankenhaus in Steinfurt Chefarzt für Visceralchirurgie. In dieser Zeit ist eine von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit entstanden. Mit den wesentlichen Abläufen im Steinfurter Krankenhaus ist er vertraut. Schürmann steht für das Darmzentrum des Marienhospitals. Als dessen Leiter koordiniert er sämtliche Abläufe in der Behandlung von Patienten mit Darmkrebs. Sein Ziel ist eine exzellente individuelle Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patienten, die sich ihm anvertrauen. Neben der Darmchirurgie sind weitere Schwerpunkte die endokrine Chirurgie (Schilddrüse, Nebenniere, Pankreas), wie auch minimalinvasive Operationen sämtlicher Bauchorgane und auch der Hernien. Auch Erkrankungen und Karzinome des Magens, des Oesophagus und der Nieren werden von Schürmann und seinem Team operiert.

Das Endoprothetikzentrum unter der Leitung von Oberarzt Hans-Ulrich Sembowski ergänzt den Schwerpunkt der Unfallchirurgie. Ziel des Gelenkersatz im Hüft- und Kniegelenkbereich ist die verbesserte Mobilität der Patienten. Für den Verschleiß eines Gelenkes kann es verschiedene Ursachen geben. Als häufigste Gründe werden Unfallfolgen oder die langjährige Überbelastung des Gelenks benannt. In der Folge kann es zu erheblichen dauerhaften Beschwerden kommen, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Der Ersatz des beschädigten Gelenkes durch ein Kunstgelenk ermöglicht dem Patienten in der Regel Schmerzreduktion und bessere Beweglichkeit. Er kann nach der Operation oftmals wieder Tätigkeiten aufnehmen, die ihm bis dahin schwerfielen oder gänzlich verwehrt waren. In enger Zusammenarbeit mit der physiotherapeutischen Abteilung werden die intensiv nachbehandelt. Dafür werden die Kapazitäten im Bereich der Physikalischen Therapie in Steinfurt ausgebaut.

Die bisher als Belegärzte in Emsdetten tätigen Fachärzte für Orthopädie erweitern das Leistungsspektrum des Steinfurter Krankenhauses. Die Ärzte der Gemeinschaftspraxis Dres. med. Rohrmann, Mettler, Schulte, Groß und Julius aus Rheine werden für die operative Versorgung ihrer Patienten die Ausstattung des Steinfurter Krankenhauses nutzen.

Marienhospital Münsterland erhält erneut Hygiene Qualitätssiegel.

Am 26. Februar 2015 nahmen die Hygienefachkräfte des Marienhospitals Münsterland gemeinsam mit Dr. Bernd Winterberg, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, zum dritten Mal das Qualitätssiegel des EurSafety Health-net entgegen.
Wie schon in den vorherigen beiden Zertifizierungen erfüllt das Krankenhaus mit seinen Standorten in Emsdetten, Greven und Steinfurt die Anforderungen zur Verbesserung der Vorbeugung von Krankenhausinfektionen. Zugleich werden Maßnahmen ergriffen, die die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien eindämmen sollen. Dies gelingt durch die Umsetzung verschiedener Hygienestandards. „Wir haben bewiesen, dass wir den Kampf gegen die Verbreitung der häufigsten multi-resistenten Erreger von Krankenhausinfektionen verstetigt haben,“ so Dr. med. Bernd Winterberg.
Gleichzeitig weist er auf eine Besonderheit des neu erteilten Zertifikates: „Das Netzwerk hat drei weitere Qualitätsziele definiert, die wir ebenfalls erfüllen.“ In den Einrichtungen wurden zusätzliche hausinterne Begehungen eingeführt. Für jede Station und jeden Funktionsbereich sind Intervalle festgelegt worden, in denen bestimmte Abläufe in Bezug auf Hygiene und Infektionsrisiken beurteilt werden. „Das muss man sich ganz praktisch vorstellen,“ erklärt Georg Stein, Kommissarischer Leiter des Arbeitsbereiches Hygiene im Marienhospital Münsterland. „Wir begleiten Pflegekräfte oder Ärzte, wenn sie zum Beispiel Verbände wechseln oder einen zentralen Venenkatheter legen.“ Die Ergebnisse dieser strukturierten hausinternen Begehungen werden nicht nur hausintern ausgewertet, sondern an das zuständige Gesundheitsamt gesendet. „Damit schaffen die im Netzwerk zusammengeschlossenen Gesundheitseinrichtungen für einen weiteren Bereich der Krankenhaushygiene mehr Transparenz,“ erläutert Dr. Winterberg.
Diese Transparenz war schon von Beginn an ein Hauptziel des Projekts EurSafety Health-net, das unter anderem durch die Europäische Union und das Land Nordrhein Westfalen gefördert wird. Stein: „Im Netzwerk können wir unsere eigenen Daten mit denen von umliegenden Häusern vergleichen. Durch den Austausch können auch Verbesserungen angestoßen werden.“

Mit Hygienemaßnahmen wirkungsvoll geschützt.
Zur alltäglichen Arbeit der Hygienefachkräfte gehört es auch, die Patienten und Angehörigen über die verschiedenen Hygienemaßnahmen zu informieren. Stein erläutert dies an einem Beispiel. Mit MRSA werden Bakterien bezeichnet, die gegen bestimmte Antibiotika resistent sind: „Für den gesunden Menschen sind die Keime nicht gefährlich. Bakterien auf der Haut zu haben, ist normal.“ Sie dienen sogar als Schutz, da sie normalerweise nicht krank machen und andere krankmachende Bakterien durch ihre Anwesenheit verdrängen. Sie verursachen eine Erkrankung nur dann, wenn das Immunsystem stark angegriffen ist oder die schützende Haut durch eine Operation verletzt wird. Das gilt für etwa ein bis drei Prozent der Patienten in deutschen Krankenhäusern. Kommt es dann tatsächlich zu einer Infektion mit diesem besonderen Vertreter der normalen Hautbakterien, ist es wichtig, das richtige Antibiotikum zu wählen. Sein Fazit: „Mit einfachen Hygienemaßnahmen, vor allem der hygienischen Händedesinfektion, kann man die Ausbreitung der Keime im Krankenhaus verhindern und Mitpatienten schützen.“

„Wir müssen im Krankenhaus für die Belange von Menschen mit Demenz sensibel werden.“

„Demenzsensibles Krankenhaus.“ So lautete das Thema einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Pflegekräfte des Marienhospitals Münsterland. Die insgesamt 25 Teilnehmer nutzten die zweitägige Veranstaltung, um sich mit den besonderen Belangen von Patienten mit Demenz auseinanderzusetzen. In seiner Einführung sagte Holger Hummels, Pflegedirektor des Krankenhauses: „Wir möchten unsere Mitarbeiter für die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und deren Lebenssituation noch tiefer sensibilisieren.“

Bei der Vermittlung von Fachwissen zu Themen wie herausforderndem Verhalten, Demenztheorie, Delir und Delirprävention, Schmerzerkennung bei Menschen mit Demenz, sowie Kommunikation mit Menschen mit Demenz, wurde großer Wert auf Praxisnähe gelegt. Gemeinsam wurden Möglichkeiten der Ärzte und Pflegekräfte erörtert, um den betroffenen Patienten wertschätzend und einfühlsam zu begegnen und sie zu begleiten. Diese Haltung ist von enormer Bedeutung, da Menschen mit Demenz sich überwiegend mittels ihrer Gefühle orientieren. Kleine Gesten oder die Art der Ansprache können beispielsweise ausschlaggebend dafür sein, ob der Patient sein Zimmer für eine Untersuchung verlässt.

Für Demenzkranke ist ein Krankenhausaufenthalt oft eine enorme Belastung. Sie werden aus ihrer gewohnten Umgebung herausgelöst und sind plötzlich mit Abläufen konfrontiert, die sie nicht verstehen. Es fällt ihnen schwer, sich zu orientieren und angemessen auf die ungewohnte Umgebung und die Hektik des Krankenhausalltags zu reagieren. „Anstelle der wenigen vertrauten Bezugspersonen haben sie plötzlich mit bis zu 40 unterschiedlichen Personen zu tun“, so die Leitende Oberärztin Dr. med. Carola Scholz, Fachärztin für Innere Medizin. In ihrem Vortrag ging sie nicht nur auf das Krankheitsbild der Demenz ein. Auch vorübergehende Störungen des Bewusstseins und der Orientierung (Delir) können bei älteren Patienten während des Krankenhausaufenthaltes auftreten, und unter bestimmten Umständen sogar Auslöser einer Demenz sein.

In diesem Zusammenhang wies Dr. med. Bernd Winterberg, Ärztlicher Direktor des Marienhospitals Münsterland darauf hin, das Patienten mit Demenz in allen medizinischen Abteilungen des Krankenhauses betreut werden und die Sensibilisierung der Ärzte damit interdisziplinär erfolgen muss.

Immer mehr Patienten mit Demenz im Krankenhaus
Der Anteil der Patienten, die von einer Demenzerkrankung betroffen sind, wird zunehmen. Nach der neuesten Erhebung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) liegt der Anteil von Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind und im Krankenhaus behandelt werden müssen, bei 23%. Dabei ist die Demenz oft nur eine Nebendiagnose. Die betagten Patienten sind überwiegend wegen einer anderen Erkrankung im Krankenhaus, zum Beispiel nach einem Sturz in der häuslichen Umgebung, oder schon länger bestehenden oder auch chronischen Erkrankungen.

Wichtig für die Menschen mit Demenz im Krankenhaus ist unter anderem die Begleitung durch für sie wichtige, nahestehende Personen. Sie können Orientierung und Sicherheit vermitteln. Gleichzeitig sind sie für die Pflegekräfte wichtige Ansprechpartner. Frank Berghus gibt ein Beispiel aus der Praxis: „Wenn ein Mensch mit Demenz im Krankenhaus aufgrund der für ihn neuen und belastenden Umgebung nicht mehr essen möchte, kann es sehr hilfreich sein, sich nach Ritualen oder Vorlieben zu erkundigen, die für ihn Orientierungspunkte sind.“ Wenn sich diese Vorlieben in den Krankenhausaufenthalt integrieren ließen, könne man dem Patienten die fehlende Sicherheit und ein Stück Vertrautheit zurück geben. „Damit kann es möglich sein, Essen wieder gelingen zu lassen“, erklärt Frank Berghus.
Anschaulich stellte Anne Kloos zwei verschiedene Ansätze vor, wie Mitarbeiter mit dementen Menschen in Kontakt treten können. Kloos arbeitete selbst langjährig als Pflegefachkraft im Krankenhaus. Nun ist sie im Krankenhaus als Trainerin für die Umsetzung spezieller Pflegekonzepte verantwortlich. Sie vermittelte den Teilnehmern anhand von Praxisbeispielen die Möglichkeiten wertschätzender Kommunikationsmethoden, die sich an den Fähigkeiten der Patienten orientieren.

Kloos stellte spezielle Angebote vor, um Menschen mit Demenz nach deren persönlichen Bedürfnissen zu begleiten. Sie ist überzeugt, dass sich diese Techniken, wie zum Beispiel spezielle Lagerungen oder Einreibungen, gut in den Pflegealltag integrieren lassen. „Eine wesentliche Voraussetzung bei der Umsetzung ist es, die Konzepte nicht als eine Technik zu sehen, sondern im Zusammenhang mit einer wertschätzenden und akzeptierenden Grundhaltung“, so Kloos.

„Wissen schafft Verständnis.“
Die Teilnehmer der Veranstaltung berieten, wie sie die Versorgung von Menschen mit einer Demenz im Krankenhaus verbessern können. Sie sahen dabei sogar positive Effekte zur Entlastung des Krankenhauspersonals.

Frank Berghus und Anne Kloos haben die Fortbildung im Rahmen der Teilnahme des Marienhospitals Münsterland am Projekt „Blickwechsel Demenz NRW“ gemeinsam initiiert. Sie resümieren: „Es ist uns ein großes Anliegen dass wir uns zu diesem Thema weiter entwickeln, um die Menschen mit Demenz noch besser betreuen und versorgen zu können, und die Mitarbeiter durch eine erweiterte Handlungskompetenz bei ihrer Arbeit mit Menschen mit Demenz zu unterstützen.“ Für das kommende Jahr sind weitere Fortbildungen geplant, um Ärzte und Pflegekräfte nachhaltig für die Belange von Menschen mit Demenz zu sensibilisieren und ihnen Gelegenheit zu Reflexion und Austausch zu bieten.

Berufsorientierung im Krankenhaus

Einen ganzen Tag lang haben sich 16 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Borghorster Gymnasiums im Steinfurter Standort des Marienhospitals Münsterland mit Berufen aus dem Gesundheitswesen beschäftigt. Im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung informierten sie sich über die vielfältigen Berufe aus den Bereichen Pflege und Medizin.

Gabriele Sonsmann (Unternehmensleiterin Personal und Marketing), Holger Hummels (Pflegedirektor des Marienhospitals Münsterland) und Andreas Holtmann (Leiter der Zentralen Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt) standen den Schülerinnen und Schüler als Ansprechpartner zur Verfügung. Nach einer allgemeinen Information zu den Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengängen gaben sie den interessierten Zuhörern viele Tipps und Hinweise für Bewerbungsschreiben und Bewerbungsgespräche. Intensiv erörterten sie in Kleingruppen, was eine gute Bewerbung ausmacht. Gabriele Sonsmann empfahl den Schülerinnen und Schülern, jede Bewerbung sehr individuell und maßgeschneidert zu formulieren.

Andreas Holtmann stellte ausführlich die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger vor. Abwechselnd zu den 15 praktischen Ausbildungsblöcken mit 2500 Stunden erfolgt der theoretische Unterricht mit 2100 Stunden. Dafür sind insgesamt drei Ausbildungsjahre vorgesehen. Auf die Frage, ob Abiturienten die Ausbildung verkürzen können sagte Holtmann: „Die Ausbildung ist so fachspezifisch, dass sie nicht verkürzt werden kann.“ Die Zentrale Schule für Pflegeberufe ist eine von den Krankenhäusern im Kreis Steinfurt getragene Einrichtung in Rheine. Daneben gibt es in Rheine eine Hochschule, die zum Beispiel ein duales Studium „Pflege“ anbietet. Die Studierenden erwerben mit dem Abschluss nicht nur den Berufsabschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege, sondern auch einen wissenschaftlichen Studienabschluss als Bachelor of Science. Von den insgesamt 175 Auszubildenden in der Pflegeschule verfügen 120 Auszubildende entweder über den Schulabschluss des Abiturs oder der Fachhochschulreife.

Mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung im Pflegebereich anstreben, um damit eine Wartezeit vor dem Medizinstudium zu überbrücken, wies Holtmann auf den Studiengang „Physican Assistant, B. SC.“ hin. Er baut auf einer Ausbildung in einem medizinischen Fachberuf auf. Nach dem Studium können die Absolventen komplexe Aufgaben in ärztlicher Delegation übernehmen. „Das ist zum Medizinstudium eine Alternative mit enormen Entwicklungsmöglichkeiten,“ so Holtmann.

Am Nachmittag konnten sich die Oberstufenschüler einen Eindruck von den Funktionsbereichen und Stationen des Krankenhauses verschaffen. Holger Hummels führte die Gruppe zum Beispiel durch die Notaufnahme und den Kreißsaal des Steinfurter Krankenhauses.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich am Ende der Veranstaltung von den vielen Informationen und Eindrücken aus dem Krankenhaus beeindruckt. Bei einigen war das Interesse so groß, dass sie sich um ein mehrwöchiges Praktikum im Krankenhaus kümmern möchten. Holger Hummels bestärkte sie darin: „Nutzen Sie die Zeit bis zum Abitur, um in einem Praktikum Einblicke in ein interessantes und zukunftssicheres Berufsfeld zu bekommen.“

Resynchronisationstherapie hilft Patienten mit Herzschwäche

Luftnot, Kreislaufstörungen, und Müdigkeit: dies können Anzeichen für eine Erkrankung des Herzens sein, die Herzinsuffizienz. Der Herzmuskel ist nicht in der Lage, genügend Blut in den Körper zu pumpen. Die Beschwerden merkt der Betroffene nur langsam. Er ist weniger leistungsfähig, und ermüdet im fortgeschrittenen Stadium der Herzschwäche schon bei leichter Anstrengung.  Neben diesen Symptomen kann es auch zu Flüssigkeitseinlagerungen in der Lunge und den Extremitäten kommen.

Oftmals reicht eine medikamentöse Behandlung der Grunderkrankung, um das Herz zu unterstützen. Ein neues Schrittmacherverfahren sind sogenannte CRT-Systeme. Sie werden bei bestimmten Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche eingesetzt. So auch am Marienhospital Münsterland in Steinfurt. Ärzte aus den Bereichen Innere Medizin und Gefäßchirurgie arbeiten hier Hand in Hand, um ihren Patienten durch den Einsatz dieser elektronischen Geräte eine Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen.

Die englische Abkürzung CRT (cardiac resynchronization therapy) steht für ein Verfahren, in dem durch elektrische Impulse das Zusammenziehen des Herzmuskels neu organisiert wird. Rechte und linke Herzkammer werden wieder so aufeinander abgestimmt, dass sie sich gleichzeitig kontrahieren. Dies verbessert die Pumpfunktion des Herzens.

Nun wurde in Steinfurt erstmals ein CRT-System implantiert, das zusätzlich mit einem Defibrillator kombiniert ist. Das implantierte System erkennt zusätzlich lebensgefährliche Rhythmusstörungen und beendet diese schmerzlos oder durch eine Schockabgabe (Defibrillation). Nach der Operation zeigten sich Chefarzt Dr. med. Thomas Wentzler (Gefäßchirurgie) und Oberarzt Norbert Rücker (Innere Medizin) sehr zufrieden. Die beiden Ärzte weisen darauf hin, dass der Einsatz von dem besonderen System an klar definierte Indikationen gebunden ist.

Ärztliche Fortbildung am Welt-Schlaganfall-Tag 2014

Blut braucht Bewegung, damit es flüssig bleibt. Das wird ganz offensichtlich, wenn sich ein Mensch verletzt hat. Nach einiger Zeit wird das Blut dickflüssig und fest: es gerinnt. Doch nicht nur außerhalb des Körpers kann das Blut gerinnen, denn die richtige Bewegung kann dem Blut auch im Körper fehlen. Das gesunde Herz schlägt in einem regelmäßigen Rhythmus und bewegt dadurch das Blut mit konstantem Fluss durch den Körper.

Doch was geschieht, wenn das Herz nicht mehr richtig schlägt? So können zum Beispiel Herzrhythmusstörungen den Fluss des Blutes verlangsamen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass sich Gerinnsel bilden. Werden diese dann weitertransportiert, können sie sich an anderen Stellen festsetzen und dort die Versorgung mit frischem Blut unterbinden. Bei einem Schlaganfall verhindern Blutgerinnsel beispielsweise die Durchblutung von Teilen des Gehirns.

Schon seit vielen Jahren werden Menschen, bei denen das Risiko eines Schlaganfalls besteht mit Medikamenten behandelt, die die Gerinnbarkeit des Blutes herabsetzen. Je nach Erkrankung werden verschiedene Gerinnungshemmer eingesetzt. In einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, moderiert durch den Ärztlichen Direktor des Marienhospitals Münsterland Dr. med. Bernd Winterberg, standen nun aktuelle Fragestellungen der medikamentösen Therapie im Mittelpunkt.

Prof. Dr. med. Lars Eckardt, Leiter der Abteilung für Rhythmologie am Universitätsklinikum Münster, erläuterte den Einsatz von Gerinnungshemmern bei Patienten, die an einer speziellen Herzerkrankung leiden, dem Vorhofflimmern. Bei dieser stetig wachsenden Patientengruppe bestehe ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. In seinem Vortrag verglich er die bisher verwendeten sogenannten Indirekten Gerinnungshemmer mit einer neuen Medikamentengruppe, den sogenannten Direkten Oralen Antikoagulantien (DOAC). Für den Patienten ergäben sich viele Vorteile durch die Verwendung von DOAC‘s.

Auch Prof. Dr. med. Rainer Dziewas, Sektionsleiter der Schlaganfalleinheit und Intensivstation am Universitätsklinikum Münster, ging auf die Vorteile der DOAC’s ein. Dabei plädierte er dafür, für jeden Patienten die individuelle Abwägung dieser Vorteile gegenüber möglichen Risiken durchzuführen.

Dr. med. Petra Vieth, Chefärztin für Angiologie am Marienhospital Münsterland, widmete sich dem Einsatz der DOAC‘s bei anderen Erkrankungen, die als venöse Thromboembolien bezeichnet werden. Venen sind die Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurückführen. Durch Stauungen in den Adern kann es zur Gerinnselbildung kommen. Gerinnungshemmende Medikamente sollen das Risiko der Entstehung von Blutgerinnseln und in deren Folge von Thrombosen oder Lungenembolien senken, sind aber auch zur Therapie schon eingetretener Thrombosen geeignet.

Abschließend referierte Chefarzt Dr. med. Bernd Winterberg über Besonderheiten der Behandlung mit DOAC‘s bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Die Überwachung der Nierenfunktion der Patienten sei dabei Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

Seit mehreren Jahren findet am 29. Oktober der Welt-Schlaganfall-Tag statt. Nach der „Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe“ zählt der Schlaganfall mit zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Rund 200.000 Patienten erleiden jährlich erstmals einen Schlaganfall. Er ist damit die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter in Deutschland. In den meisten Fällen sind Menschen über 70 Jahre betroffen. Jährlich erleiden aber ca. 9000 - 14.000 Frauen und Männer unter 50 Jahre und ca. 300 Kinder einen Schlaganfall. In den Industrienationen zeigte sich in den letzten 20 Jahren eine Abnahme der Schlaganfallhäufigkeit, in den Entwicklungs- und Schwellenländern eine Zunahme. Risikofaktoren für Schlaganfall sind: ungesundes Essen, Bluthochdruck, Adipositas, körperliche Inaktivität und Rauchen.

Behandlungsangebot für Borderline - Patienten

Marienhospital Münsterland bietet in Laer und Altenberge ein abgestimmtes Behandlungskonzept

Im Juli 2014 hat die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie am Marienhospital Münsterland einen umfangreichen Zertifizierungsprozess erfolgreich abgeschlossen. Sie ist nun anerkannte Behandlungseinrichtung für ein spezielles Therapieprogramm, das sich an Patienten wendet, die an der Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden. Bundesweit gehört die Abteilung damit zu den wenigen Einrichtungen, die sowohl für den stationären Bereich als auch für den tagesklinischen Bereich über diese Anerkennung verfügen.

Das Therapieverfahren heißt „Dialektisch Behaviorale Therapie“ (DBT). Die Besonderheit des verhaltenstherapeutischen (behavioral) Verfahrens besteht im Wechselspiel (dialektisch) einer annehmenden, verstehenden und fördernden Haltung der Therapeuten und gleichzeitiger Forderung nach Veränderung, u. a. durch Einüben hilfreicher Fertigkeiten zur Entwicklung alternativer Verhaltensweisen. Die Patienten gewinnen im Laufe des Behandlungsprozesses Erkenntnisse über ihr aktuell auftretendes Problemverhalten sowie dessen Ursachen und Entstehung. Gleichzeitig werden sie angeleitet, neue Verhaltensstrategien zu entwickeln, die ihnen einen besseren Umgang mit problemauslösenden Situationen ermöglichen.

Für Chefarzt Dr. med Matthias Heyng liegen die Vorteile des Therapieverfahrens eindeutig auf der Hand: „Unsere Patienten erleben, dass sich die Anzeichen für ihre Erkrankung, insbesondere auch dramatische Verhaltensweisen wie selbst-verletzendes Verhalten oder Suizidversuche sehr schnell reduzieren. Damit profitieren sich dank der DBT schneller von einer Steigerung ihrer Lebensqualität.“

Im Vergleich zu anderen, vor allem herkömmlichen  Therapieformen, habe sich außerdem gezeigt, dass DBT einen lang anhaltenden Therapieerfolg ermöglicht.
Chefarzt Dr. med. Matthias Heyng erläutert die Besonderheit des Anerkennungsverfahrens. „Unsere Tagesklinik in Altenberge ist schon seit Februar 2010 als DBT-Therapieeinheit anerkannt. Nun erfüllen wir auch für den stationären Bereich unserer Abteilung in Laer die hohen Anforderungen des Dachverbandes DBT.“ Dazu gehören unter anderem aufwändige Fortbildungsseminare, die sich an die verschiedenen Berufsgruppen der Abteilung (z. B. Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen und Pflegekräfte) richten und eine regelmäßige Betreuung durch akkreditierte externe Supervisoren. Hinzu kommt der Nachweis eines vielfältigen und intensiven  Therapieangebotes für die Patienten.

DBT-TeamZukünftig ergänzen sich die DBT-Angebote des Marienhospitals Münsterland aus dem stationären und tagesklinischen Bereich. Bereits vor  Beginn der Behandlung kann eine Entscheidung getroffen werden, ob die Patienten eine vollstationäre Behandlung benötigen oder aber eine tagesklinische Behandlung sinnvoller ist. Darüber hinaus können insbesondere diejenigen Patienten von der erweiterten Therapiemöglichkeit profitieren, die nach dem mehrwöchigen stationären Aufenthalt noch einer anschließenden Therapie in einer Tagesklinik bedürfen.

Im Gegenzug besteht für Tagesklinik-Patienten, bei denen während der Behandlung eine Krisensituation auftritt, die Möglichkeit, sofort in den stationären Bereich übernommen und dort mit demselben Therapiekonzept aufgefangen werden zu können.

Was ist die Borderline Persönlichkeitsstörung und was leistet DBT?
Oft leiden Borderline-Patienten unter einer starken inneren Anspannung.  Sie haben Schwierigkeiten, unangenehme und starke Gefühle zu steuern und Zustände innerer Anspannung zu regulieren. Sie greifen dann auf Verhaltensweisen zurück, die für sie nicht hilfreich oder sogar schädigend sind, bis hin zu selbstdestruktivem Verhalten in Form von Selbstverletzungen oder Suizid.

Die Ursprünge der Störung reichen oft bis in die frühe Kindheit oder Jugend. Ein beträchtlicher Teil der Patienten war Gewalt oder Traumatisierungen ausgesetzt. Zur Bewältigung dieser schwierigen Situationen haben die Betroffenen oft Strategien erlernt, die ihnen zwar kurzfristig Stabilität gegeben haben. Langfristig verhindern diese Strategien aber die Entwicklung eines stabilen inneren Selbstbildes sowie das angemessene Ausleben von Gefühlen und Impulsen. Diese Problematik hat dann auch erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. Wegen der erheblichen Probleme der Gefühlsregulation geht es in der Therapie darum zu trainieren, flexibel auf neue Schwierigkeiten zu reagieren.  Dafür lernen die Patienten Fertigkeiten, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und sie angemessen einzusetzen bzw. sich emotional mitzuteilen.

Wesentliche Grundlage der Behandlung ist die Gestaltung der therapeutischen Beziehung, die zu einer ausgewogenen Balance führen soll zwischen Akzeptanz (Validierung) des aktuell auftretenden Problemverhaltens einerseits sowie Änderung des Verhaltens andererseits (dialektische Grundhaltung). Dabei werden die Therapieziele vor der Behandlung festgelegt.

Ein weiterer Kernbereich der DBT ist das Training von neuen Fertigkeiten (Skills). Das Fertigkeiten-Training besteht aus fünf Modulen, die in Gruppenarbeit und auch interaktiv am Computer bearbeitet werden:

  • Innere Achtsamkeit:
    Der Patient lernt sich zu zentrieren. Dies hilft ihm, seine gegenwärtige Situation wahrzunehmen und zu verstehen, ohne sie direkt zu bewerten.
  • Bewusster Umgang mit Gefühlen:
    Der Patient lernt Gefühle zu erkennen und zu steuern. Dies hilft ihm in Problemsituationen, angemessen reagieren zu können.
  • Stresstoleranz:
    Der Patient lernt schwierige Situationen und Stress auszuhalten. Dies hilft ihm, die negativen Folgen seines problematischen Verhaltens zu vermeiden.
  • Selbstwert:
    Der Patient gewinnt Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz.
  • Zwischenmenschliche Fertigkeiten:
    Der Patient erweitert seine sozialen Kompetenzen.

Zum Ablauf der Therapie
Zu Beginn der Behandlung wird ein schriftlicher Behandlungsvertrag geschlossen, in dem die wesentlichen Bedingungen für die Therapie festgehalten sind. Bei Behandlungsbeginn erstellen die Patienten eine schriftliche Eingangs-Verhaltensanalyse. Während der Therapie führt der Patient ein Tages-(Diary-Card) und Wochenprotokoll. Diese Elemente sind ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Es wird das Problemverhalten genauestens beschrieben, auch unter Berücksichtigung der emotionalen, gedanklichen und körperlichen Aspekte. Die dabei auftretenden Anfälligkeitsfaktoren werden identifiziert und die positiven wie negativen Konsequenzen des Problemverhaltens beschrieben. Daraus ergeben sich vorbeugende Strategien für problematische Situationen sowie Lösungsansätze für den Einsatz vorhandener oder zu erlernender Fertigkeiten (Skills). Die Protokolle dokumentieren auch die bisher erreichten Therapieziele. Diese Unterlagen werden regelmäßig mit den Therapeuten besprochen.

Zusammengefasst besteht das wöchentliche Therapieangebot aus:

  • einer Stunde DBT-Einzeltherapie,
  • 2 x Skillsgruppe (Skillsvermittlung und Hausaufgaben- und Protokollbesprechung)
  • 1 x psychoedukative Basisgruppe,
  • Imaginations- und Achtsamkeitsübungen, Entspannungsverfahren
  • einer Stunde regelgeleitete Selbsthilfegruppe,
  • regelmäßigen Einzelgesprächen mit den DBT-Bezugspflegern zum Skillscoaching
  • Beratung durch den Sozialdienst zur Planung und Vorbereitung der sozialen, wirtschaftlichen und/oder beruflichen Perspektiven
  • Ergo- und Sporttherapie(ggf. Physiotherapie, Rückenschule, Bewegungsbad nach Anordnung) und wöchentlicher Facharztvisite.

In der Tagesklinik findet die Behandlung werktags bis zum Nachmittag statt, im stationären Bereich wird eine „Belastungserprobung“ am Wochenende im häuslichen Umfeld mit Übernachtung zu Hause empfohlen.

Hintergrundinformationen
Die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) ist ein verhaltenstherapeutisches, störungs-spezifisches Behandlungskonzept zur Therapie von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), Störungen der Emotions- u. Affektregulation, der Impulssteuerung und posttraumatischer Störungen.

Entwickelt wurde die DBT in den 1990er Jahren von der amerikanischen Psychologin und Klinikleiterin Prof. Marsha M. Linehan. Ursprünglich war das Konzept Grundlage für die Behandlung chronisch suizidaler Patienten. Mittlerweile hat sich die Methode im stationären, tagesklinischen und ambulanten Behandlungsrahmen weltweit zur Behandlung der oben genannten Störungsbilder etabliert und bewährt. Neben Elementen aus der kognitiven Verhaltenstherapie umfasst das Konzept Aspekte aus Sozialpsychologie, Neurobiologie und Achtsamkeitsmeditation. Zusätzlich zu den  oben genannten Störungsbildern leiden die betroffenen Menschen häufig unter weiteren Erkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, psychosomatischen Körperbeschwerden oder Essstörungen.

Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie am Marienhospital Münsterland als Endoprothetikzentrum zertifiziert

Die Abteilung für Unfall- und Orthopädische Chirurgie am Marienhospital Münsterland -Krankenhaus Emsdetten- ist als erste Abteilung im Kreis Steinfurt als Endoprothetikzentrum zertifiziert worden. Hans-Ulrich Sembowski ist als leitender Oberarzt für das Endoprothetikzentrum am Marienhospital Münsterland verantwortlich. Gemeinsam mit einem Team aus Ärzten, Gesundheits- und Krankenpflegern, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern freut sich Sembowski über die Auszeichnung.

Verbesserte Mobilität bedeutet mehr Lebensqualität
Für den Verschleiß eines Gelenkes kann es verschiedene Ursachen geben. Als häufigste Gründe werden Unfallfolgen oder die langjährige Überbelastung des Gelenks benannt. In der Folge kann es zu erheblichen dauerhaften Beschwerden kommen, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Der Ersatz des beschädigten Gelenkes durch ein Kunstgelenk ermöglicht dem Patienten in der Regel Schmerzreduktion und bessere Beweglichkeit. Er kann nach der Operation oftmals wieder Tätigkeiten aufnehmen, die ihm bis dahin schwerfielen oder gänzlich verwehrt waren.

Anspruchsvolles Zertifizierungsverfahren
Externe Auditoren der Zertifizierungsstelle ClarCert bestätigen mit dem Zertifikat die herausragende Qualität in der Behandlung und Betreuung von Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Die Überprüfung basiert auf einem Zertifizierungsverfahren, das 2012 durch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) eingeführt wurde.

Priv.-Doz. Dr. med. Torsten Mumme und Christiane Vollpass haben sich als Gutachter der Zertifizierungsstelle ClarCert intensiv mit den Abläufen des Endoprothetikzentrums am Marienhospital Münsterland beschäftigt. Den Abschluss des Zertifizierungsverfahrens bildete nun ein zweitägiges Auditverfahren vor Ort in Emsdetten. In diesem Rahmen stand die Kompetenz der behandelnden Ärzte und Operateure ebenso auf dem Prüfstand wie die pflegerische Qualität auf den Stationen und im OP-Saal. Die Gutachter verschafften sich zudem einen Eindruck von den Behandlungskonzepten der Physiotherapeuten, dem Qualitätsmanagement und der Betreuung der Patienten durch den Sozialdienst des Krankenhauses. Der Anforderungskatalog sieht unter anderem Mindestzahlen von 50 Operationen pro Arzt im Jahr vor. In Emsdetten gehen die Zahlen weit über das geforderte Mindestmaß hinaus. Besonders hervorgehoben wurde die sehr niedrige Komplikationsrate. Herr Sembowski führt dies auf hohe Professionalität der Operations- und Behandlungsteams und die konsequente Umsetzung der vorgegebenen Hygienestandards zurück.

Individuelles Therapiekonzept
Am Marienhospital Münsterland wird auf eine umfassende Rundum-Betreuung der Patienten Wert gelegt. „Unser Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Pflegekräften erarbeitet für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept“, so Hans-Ulrich Sembowski. Sämtliche Prozesse und Strukturen in der Patientenversorgung zielen auf ein hohes medizinisches Niveau der Patientenbetreuung. In interdisziplinärer Zusammenarbeit werden von der Diagnostik über die operative Therapie und Schmerztherapie bis hin zur Physiotherapie und rehabilitativen Nachsorge alle Behandlungsschritte im Endoprothetikzentrum koordiniert.

Dies beginnt im Vorfeld des operativen Eingriffs mit einer sogenannten Indikationssprechstunde, in der die Diagnose und Indikation zur Operation von Fachärzten bestätigt werden. Im Vorfeld der Operation wird unter anderem nach festgelegten Kriterien die Beweglichkeit des Gelenkes sowie der Schmerzscore des Betroffenen gemessen. Diese Untersuchung wird einige Tage nach der OP und ein weiteres Mal in einem Abstand von einem Jahr nach der Operation wiederholt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen gehen auch in das Therapiekonzept ein, dass die auf dem Gebiet des Gelenkersatzes spezialisierten Physiotherapeuten den Patienten anbieten. Unmittelbar nach der Operation beginnt für den Patienten ein individuell abgestimmtes Training, um dessen Beweglichkeit und die Funktionsfähigkeit seiner Gelenker schnell wieder herzustellen.

Dr. med Andreas Eichenauer, Medizinischer Geschäftsführer des Krankenhauses, verweist auf die langjährige Erfahrung und Kompetenz des interdisziplinären Teams im Emsdettener Krankenhaus. „Wir werden sogar überregional als ein Krankenhaus wahrgenommen, in dem hochwertige Gelenkersatzoperationen mit optimaler Qualität von versierten Operateuren erbracht werden.“ so Eichenauer. Dies gelte sowohl für den erstmaligen Gelenkersatz sowie auch komplexe Wechseloperationen. Er dankte nicht nur den beteiligten Mitarbeitern, die sich im Rahmen des Zertifizierungsprozesses eingesetzt haben, sondern ausdrücklich allen Mitarbeitern, die an der Patientenversorgung beteiligt sind. Die hohe Motivation der gesamten Belegschaft sei mit ein Grund für die erfolgreiche Arbeit des Endoprothetikzentrums.

Erneut das Überwachungsaudit des Darmzentrums am Marienhospital Münsterland erfolgreich abgeschlossen

Das im März 2012 vom Zertifizierungsinstitut der Deutschen Krebsgesellschaft „OnkoZert“ zertifizierte Darmkrebszentrum am Marienhospital Münsterland hat sich vor wenigen Tagen dem zweiten Überwachungsaudit gestellt und diese Qualitätsprüfung erneut erfolgreich bestanden.

Jedes Jahr wird die Behandlungs- und die Ergebnisqualität des Zentrums von der Deutschen Krebsgesellschaft überprüft. Dies geschieht im Rahmen von Überwachungsaudits und alle drei Jahre im Rahmen einer kompletten Rezertifizierung des Zentrums. Der Fachexperte der Deutschen Krebsgesellschaft verschaffte sich unter anderem einen Einblick in die fachübergreifende Zusammenarbeit aller Behandlungspartner im Zentrum. Die strukturierte Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen garantiert die optimale Behandlung für die betroffenen Patienten.

Das Darmkrebszentrum am Marienhospital Münsterland hat einen Schwerpunkt in der Vorsorge und Behandlung bösartiger Darmerkrankungen und bietet betroffenen Menschen eine optimale individuelle Therapie sowie eine umfassende Betreuung an. In den vergangenen Jahren hat sich dabei das Konzept bewährt, nach dem Ärzte und Therapeuten aller drei Krankenhausstandorte (Emsdetten, Greven und Steinfurt) eng miteinander zusammenarbeiten und sich darüber hinaus mit verschiedenen externen Kooperationspartnern vernetzen.

Seit der Erstzertifizierung konnte jedes Jahr die Zahl der neu an Darmkrebs erkrankten und operierten Patienten gesteigert werden. Reiner Schürmann, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie ist Leiter des Darmzentrums. Er sieht darin einen Beweis für das Vertrauen von Patienten und niedergelassenen Ärzten in die Arbeit des Zentrums. Für jeden Patienten wird das Vorgehen individuell unter Beachtung von Behandlungsleitlinien der medizinischen Fachgesellschaften wöchentlich in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Hier treffen sich Experten verschiedener Fachdisziplinen. Immer anwesend sind ein Visceralchirurg, der Gastroenterologe, der Onkologe, der Pathologe, der Strahlentherapeut und der Radiologe. Diverse weitere Fachdisziplinen ergänzen das komplexe Gesamtkonzept für die möglichst erfolgreiche Therapie jedes einzelnen Krebspatienten. Das Besondere hierbei ist die Vernetzung von stationärer und ambulanter Versorgung, um ein abgestimmtes Therapiekonzept auch über den eigentlichen Krankenhausaufenthalt hinaus zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurde nun ein Nachsorgepass eingeführt. Die behandelnden Ärzte und Therapeuten können darin alle relevanten Informationen für den Behandlungsprozess dokumentieren. Der Nachsorgepass ermöglicht damit einen schnellen Überblick über bereits durchgeführte und in Zukunft notwendige Nachsorgeuntersuchungen.

TK-Versicherte überdurchschnittlich zufrieden mit dem Emsdettener Krankenhaus

Emsdetten, 22. April 2014. Das Marienhospital Emsdetten hat bei der neusten Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse (TK) überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Über 83 von 100 Patientinnen und Patienten zeigten sich mit der Klinik zufrieden. Das Krankenhaus wird  dafür mit einer Urkunde geehrt. Neben dem Kriterium "allgemeine Zufriedenheit" bewerteten die Patienten auch den Behandlungserfolg, die medizinisch-pflegerische Versorgung, die Information und Kommunikation mit den Patienten sowie Organisation und Unterbringung in der Klinik.

Beate Hanak, Sprecherin bei der TK Landesvertretung in Nordrhein-Westfalen: "Um das passende Krankenhaus für einen geplanten Eingriff zu finden, ist es wichtig, dass neben den Qualitätsberichten auch Informationen anderer Patienten zur Verfügung stehen. So kann sich jeder ein umfassendes Bild machen und leichter entscheiden, wo er sich behandeln lassen möchte." Mit ihrem Klinikführer unterstützt die TK auch ein neues Selbstverständnis: Aus dem passiven wird der aktive Patient, der informiert und eigenverantwortlich handelt. Die Zufriedenheitsbefragung der TK ist unter www.tk.de/klinikfuehrer abrufbar.

Hintergrundinformation:
Die TK möchte wissen, wie zufrieden die Patienten mit der Versorgung im Krankenhaus sind und hat deshalb ihre Versicherten befragt. Sie alle wurden zwischen Juni 2012 und Juni 2013 für mindestens drei Tage stationär behandelt. Die Rücklaufquote ist beeindruckend - 56,5 Prozent haben geantwortet und machten es möglich, dass für  281 Krankenhäuser in NRW (bundesweit 1.024) Qualitätsberichte aus Patientensicht erstellt werden konnten. Pro Krankenhaus mussten dafür mindestens 60 Rückmeldungen vorliegen.

(Quelle: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Nordrhein-Westfalen)

Berufsorientierung im Krankenhaus

Markus Fersch, Gesundheits- und Krankenpfleger in der chirurgischen Ambulanz des Marienhospitals Münsterland in Greven steht mit 13 Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 9 der Justin-Kleinwächter-Realschule im Schockraum des Krankenhauses. Gerade hat er ihnen einen synthetischen Kunstharzverband gezeigt. „Früher haben wir Gips genommen, um einen Knochenbruch zu stabilisieren,“ erklärt er. Das moderne Material wird als Stützverband eingesetzt und trocknet sehr schnell an der Luft. „Wie bekommt man den nachher wieder ab“, fragt einer der Schüler. Darauf nimmt Fersch eine Säge zur Hand. Die Schneidefläche besteht aus einer runden Scheibe. Schon hört man, wie Fersch die Säge in Betrieb nimmt. Doch, anstatt damit den Stützverband zu zerschneiden, setzt er sich die Schneidefläche der Säge direkt auf die eigene Handfläche. Alle Schüler erschrecken sich. Doch die Säge verletzt den Krankenpfleger nicht. Dann erklärt Fersch: „Das Schneideblatt dreht sich nicht, um zu schneiden. Daher kann es die Hand nicht verletzen.“

Die Schüler besuchen das Krankenhaus im Rahmen der Berufsorientierung. Sie wollen sich über die verschiedenen Ausbildungsangebote am Grevener Krankenhaus informieren. Sie werden von Cordula Hovemann und zwei Kolleginnen über die Aufnahmestation des Krankenhauses geführt. Hovemann ist seit 30 Jahren als Gesundheits- und Krankenpflegerin tätig. Anschaulich erzählt sie den interessierten Schülerinnen und Schülern von ihrem Berufsalltag. Dann können die Schüler selbst ausprobieren, wie man ein Krankenbett oder einen Rollstuhl bewegt. Fasziniert stehen sie vor den Überwachungsmonitoren an einem Patientenbett. Sie kennen solche Geräte bisher nur aus dem Fernsehen. „Wir bekommen dank dieser Geräte wichtige Informationen, um den Gesundheitszustand eines Patienten,“ erläutert Jeanette Klemann. Sie ist in ihrem zweiten Ausbildungsjahr zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Marienhospital Münsterland. Klemann berichtet den Schülerinnen und Schüler über ihren aktuellen Einsatzort, der Aufnahmestation des Krankenhauses. Während der insgesamt dreijährigen Ausbildung wechselt sie wie alle anderen Auszubildenden in insgesamt zehn bis zwölf unterschiedliche Arbeitsbereiche. Immer hat sie einen festen Ansprechpartner, der sie als Praxisanleiter durch die Ausbildungsphase begleitet und sie anleitet.

Bevor die Realschüler sich ein Bild von den Tätigkeiten der Gesundheits- und Krankenpfleger gemacht haben, wurden sie von Gabriele Sonsmann (Unternehmensleiterin für Personalmanagement und -entwicklung der ckt.) und Andreas Holtmann begrüßt. Holtmann ist Leiter der Zentralen Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt. Alle Auszubildenden des Bereichs Pflege am Grevener Krankenhaus besuchen die Schule in Rheine. Dort treffen sie auf die Auszubildenden von verschiedenen anderen Krankenhäusern. Abwechselnd zu den praktischen Ausbildungseinsätzen erfolgt in Rheine der theoretische Unterricht. Ihm liegt es am Herzen, die vielfältigen Möglichkeiten vorzustellen, die sich nach der Grundausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ergeben. So werden zum Beispiel Fachausbildungen in den Bereichen Intensivpflege, Wundmanagement oder Schmerzmanagement angeboten. Andreas Holtmann beantwortet auch praktische Fragen. Auf Nachfrage der Schüler informiert er zu den Verdienstmöglichkeiten während der Ausbildung und geht auf die Vereinbarkeit von Hobbies und Ausbildung ein.

Neben der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bietet das Krankenhaus auch im Bereich der Verwaltung Ausbildungsstellen an. Es besteht die Möglichkeit den Beruf „Kaufmann / Kauffrau im Gesundheitswesen“ am Grevener Krankenhaus zu erlernen.

Alle Realschüler der Jahrgangsstufe 9 werden nach den Osterferien ein dreiwöchiges Praktikum in einem Beruf ihrer Wahl absolvieren. Dazu haben sie schon vor Wochen Kontakt mit unternehmen in Greven und Umgebung Kontakt aufgenommen Einige haben sich für ein Praktikum am Marienhospital Münsterland in Greven entschieden. Nachdem sie nun schon für einen Nachmittag in das Krankenhaus „hineingeschnuppert“ haben, sind sie gespannt auf ihre Erfahrungen während des Praktikums.

Interview
Während der Veranstaltung beantwortete Diplom-Pflegepädagoge (FH)  Andreas Holtmann, Leiter der Zentralen Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt e.V., die Fragen der Realschüler aus Greven. Die Schule wird von verschiedenen Einrichtungen im Kreis Steinfurt getragen. Dazu zählen die Christliche Krankenhaus-Trägergesellschaft (ckt.), die Mathias-Stiftung Rheine und die Helios-Klinik Lengerich. Diese drei Einrichtungen sind Träger von insgesamt acht Krankenhäusern im Kreis Steinfurt.

Frage: Was sind die Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger?
Holtmann: Zugangsvoraussetzung zu den Pflegeberufen ist eine abgeschlossene 10jährige Schullaufbahn und die gesundheitliche Eignung. Ein Mindestalter wird vom Ausbildungsgesetz nicht vorgegeben. Ein großer Teil unserer Berufseinsteiger hat jedoch das 18.Lebensjahr bereits vollendet.

Frage: In welchen Schulfächern muss man gut sein?
Holtmann: Der Pflegeberuf setzt Kenntnisse  der deutschen Sprache voraus, da die Pflegenden sehr viel dokumentieren müssen. Ebenfalls sollten naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche  Kenntnisse vorliegen.

Frage: Wo kann man sich bewerben?
Holtmann: Bewerben kann man sich an der Zentralen Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt e.V. Wir führen das Bewerbungsverfahren für alle uns angeschlossenen Krankenhäuser.

Frage: Welche Erwartungen haben Sie an die Bewerber?
Holtmann: Bewerber sollten die Zugangsvoraussetzungen erfüllen und eine realistische Vorstellung vom Beruf haben. Hierzu empfehlen wir ein Praktikum.

 


Zentrale Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt e.V.
Frankenburgstr. 31
48431 Rheine
Internet: www.schule-fuer-pflegeberufe.de

Geprüfte Qualität: Zentralapotheke ist zertifiziert

Apotheker Dr. rer. nat. Jens Wensing (Leiter der Zentralapotheke des Marienhospitals Münsterland) mit dem gerade erworbenen Zeritifikat. Die Zentralapotheke des Marienhospitals Münsterland ist seit Mitte Februar 2014 nach der internationalen Norm DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Sie wird demnach den hohen Qualitätsanforderungen an die täglichen Arbeitsabläufe und die bestmögliche Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln gerecht. Die Zentralapotheke versorgt nicht nur das Marienhospital Münsterland (Emsdetten, Greven, Steinfurt), sondern auch zwei weitere Krankenhäuser, sieben psychiatrische / psychosomatische (Reha-) Einrichtungen und verschiedene Rettungsdienste.

In dem Qualitätsmanagementsystem der Zentralapotheke sind neben der Versorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und Hilfsmitteln noch weitere Arbeitsbereiche erfasst. So werden für den Bedarfsfall in der Apotheke selbst Medikamente hergestellt. „Das sind im Jahr ungefähr 11.000 Herstellungen“, so Dr. rer. nat. Jens Wensing. Er leitet die Zentralapotheke und beschreibt das Angebot der Zentralapotheke: „Wir fertigen Medikamente von der klassischen Salbenrezeptur bis hin zu anwendungsfertigen Zytostatika-Mischinfusionen für die Krebstherapie.“ Für Menschen, die auf eine künstliche Ernährung angewiesen sind, werden darüber hinaus Nahrungslösungen hergestellt.Elisabeth Riddermann (PTA) arbeitet unter aseptischen Bedingungen in der zentralen Zytostatika-Herstellung.

Die Apotheke übernimmt außerdem Controllingfunktionen und liefert damit wichtige Informationen zur Überwachung des rationalen Arzneimittelverbrauchs.

Marienhospital Münsterland ist Akademisches Lehrkrankenhaus

Seit Anfang Februar 2014 ist das Marienhospital Münsterland mit seinen drei Krankenhäusern in Emsdetten, Greven und Steinfurt Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms - Universität Münster.

Schon seit 2005 führt das Krankenhaus in Steinfurt die Auszeichnung. Nun sind auch die beiden weiteren Standorte des Marienhospitals Münsterland von der Medizinischen Fakultät an der Westfälischen Wilhelms - Universität als Ausbildungsstätten für die angehenden Mediziner ausgewählt worden.

Der letzte Abschnitt des Medizinstudiums ist das „Praktische Jahr“ (PJ). Während dieser zwölf Monate werden die Jungmediziner auf den selbständigen ärztlichen Einsatz vorbereitet. Sie lernen den Alltag im Krankenhaus kennen und werden Schritt für Schritt an die praktische Tätigkeit als Arzt herangeführt. Dabei werden sie von den erfahrenen Ärzten des Krankenhauses angeleitet. Im Marienhospital Münsterland können zwei Mal im Jahr jeweils neun PJler ihre Ausbildung absolvieren. Das vielfältige Leistungsangebot des Hauses in den Abteilungen für Innere Medizin und Chirurgie ermöglicht den PJlern den Erwerb von sehr differenzierten Kenntnissen in diesen beiden Pflichtfächern der PJler-Ausbildung. Darüber hinaus können interessierte PJler einen Teil des Ausbildungsjahres in einem Wahlfach absolvieren. Am Marienhospital Münsterland geht dies in den Abteilungen für Psychosomatik und Psychotherapie, Anästhesiologie oder Radiologie.

„Die PJler profitieren vom ständigen Erfahrungsaustausch mit den Ärzten des Krankenhauses“, so Chefärztin Dr. med. Petra Vieth, PJ-beauftragte Ärztin am Marienhospital Münsterland. So gewinnen die PJler unter Anleitung zunehmend Routine in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Neben der qualifizierten praktischen Ausbildung legt Vieth Wert auf die begleitende theoretische Ausbildung. „Zur strukturierten Ausbildung unserer Medizinstudenten im Praktischen Jahr gehört ein umfassendes Angebot an Seminaren, in denen wir praxisorientiertes Wissen zu den wichtigsten Erkrankungen vermitteln.“

Dr. med. Bernd Winterberg, Ärztlicher Direktor des Marienhospitals Münsterland: „Wir sehen in der Beauftragung durch die Universität auch eine Auszeichnung unserer Arbeit als qualitativ hochwertige Patientenversorgung.“ Zugleich begreift Winterberg das Praktische Jahr als Chance, junge Mediziner für eine Tätigkeit in einem Krankenhaus im ländlichen Raum zu gewinnen. „Immer wieder ist von Ärztemangel auf dem Land die Rede. Wir zeigen, welche Möglichkeiten die Arbeit in einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung eröffnet.“

Chefarztwechsel in Steinfurt

Am 25. Februar 2014 hat Chefarzt Prof. Dr. med. Rudolf Mennigen die Leitung der Abteilung für Visceralchirurgie am Krankenhaus Steinfurt an seinen Nachfolger Chefarzt Reiner Schürmann übergeben. Schürmann ist seit vier Jahren Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie am Krankenhaus Emsdetten des Marienhospitals Münsterland und übernimmt die Chefarztposition in Steinfurt zusätzlich.

Dr. Eichenauer dankt Prof. Dr. MennigenProf. Dr. Mennigen war seit 1994 als Chefarzt am Steinfurter Krankenhaus tätig. In den zwanzig Jahren seiner ärztlichen Tätigkeit als Leiter der Abteilung für Visceralchirurgie lag ihm die persönliche Betreuung seiner Patienten besonders am Herzen. „Ich wollte medizinische Kompetenz vor Ort sicherstellen.“ Dies war einer der Gründe, warum er Ende 1993 von der Klinik Köln Merheim in seine Heimatstadt nach Steinfurt zurückgekehrt ist. Innerhalb des Fachgebietes der Chirurgie hat sich Prof. Dr. Mennigen auf den Bereich der operativen Behandlung der Bauchorgane (Visceralchirurgie) spezialisiert. Gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. Klaus Waltermann (Gastroenterologie) hat er daran mitgewirkt, den Behandlungsschwerpunkt fächerübergreifend in Steinfurt zu etablieren. Ein wichtiger Meilenstein dieser Entwicklung war Ende 2004 erreicht, als die neuen Räumlichkeiten der Funktionsabteilung für Endoskopie in Betrieb genommen wurden. Kurze Wege und ständiger Kontakt ermöglichen seitdem eine enge Kooperation.

Rudolf Mennigen wurde in Borghorst geboren. Nach seiner Schulzeit hat er von 1969 bis 1975 in Münster und Bonn Medizin studiert. Als Arzt war Mennigen an Krankenhäusern in Gronau, Münster, Kiel und Köln tätig. Er promovierte 1976 in Münster. Den akademischen Grad eines Professors führt er seit seiner Habilitation im Juli 1988. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit als Chirurg in Köln und Steinfurt hat er einen Lehrauftrag an einer Universität wahrgenommen, zunächst an der Universität zu Köln und anschließend an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Chefarzt Reiner SchürmannMit dem Ausscheiden von Prof. Dr. med. Rudolf Mennigen übernimmt Chefarzt Reiner Schürmann die Position des Chefarztes für Allgemein- und Visceralchirurgie am Krankenhaus in Steinfurt. Er ist hier kein Unbekannter. Als Leiter des ckt. - Darmzentrums am Marienhospital Münsterland hat er schon lange Kontakt zu den Ärzten in Steinfurt. Standortübergreifend stimmen sich die Ärzte schon seit einigen Jahren in regelmäßigen Konferenzen zu den Behandlungsmöglichkeiten der Patienten ab. „Hier ist schon eine von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit gewachsen,“ so Schürmann.

Schürmann ist 51 Jahre alt und wurde in Gronau geboren. Die erfolgreiche Zertifizierung des ckt. - Darmzentrums geht unter anderem auf seine Initiative zurück. Im westlichen Münsterland ist das ckt.- Darmzentrum derzeit das einzige zertifizierte Zentrum zur Behandlung von Darmkrebs. Schürmann gibt sich programmatisch: „Die erfolgreiche Behandlung von Darmkrebs kann nur durch intensive und interdisziplinäre Zusammenarbeit gelingen.“ Sein Ziel ist eine exzellente individuelle Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patienten, die sich ihm anvertrauen.
Neben der Darmchirurgie sind weitere Schwerpunkte die endokrine Chirurgie (Schilddrüse, Nebenniere, Pankreas), wie auch minimalinvasive Operationen sämtlicher Bauchorgane und auch der Hernien. Als visceralchirurgische Schwerpunktabteilung im Marienhospital Münsterland werden auch Erkrankungen und Karzinome des Magens, des Oesophagus und der Nieren operiert.

Zur Fortsetzung der proktologischen Kompetenz von Prof. Mennigen stehen Chefarzt Reiner Schürmann Oberärzte mit der entsprechenden Zusatzqualifikation zur Seite.

Physiotherapeuten des Marienhospitals Münsterland in Greven beenden erfolgreiche Spendenaktion zugunsten der Taifunopfer auf den Philippinen.

Vor ungefähr zwei Monaten wütete der Taifun „Haiyan“ über den Philippinen. Wie viele andere hier in Deutschland waren auch die Mitarbeiter des Krankenhauses Greven von den Bildern und Nachrichten sehr betroffen: Menschen, die in den Trümmern ihres Hauses stehen. In kurzer Zeit hat der Sturm eine unvorstellbare Spur der Verwüstung hinterlassen. Die UN geht davon aus, dass über vier Millionen Menschen ohne Obdach sind.

Physiotherapeutin im Krankenhaus GrevenBarbara Goldschmidt, Mitarbeiterin in der Physiotherapie, wollte nicht tatenlos zusehen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Physiotherapie  im Marienhospital Münsterland, Krankenhaus Greven, überlegte sie, wie sie den hilfsbedürftigen Menschen helfen könnte. So entstand die Idee, in der Freizeit ein Angebot zu starten. Unter dem Motto „Massieren für die Philippinen“ wollte Goldschmidt mit ihren Kollegen Spendengelder sammeln. Für sie war es das naheliegenste, ihre Fähigkeiten als Krankengymnasten in den Dienst für eine Hilfsaktion einzubringen. Sie warben für Massagen bei Mitarbeitern Jede Minute sollte einen Euro erbringen. Innerhalb eines Monates konnten sie 30 Personen für Massagen gewinnen. „Man konnte aussuchen, wie lange die Massage dauern soll,“ so Barbara Goldschmidt. Zwischen 15 und 30 Minuten lang haben die Physiotherapeuten ihre spendenfreudigen Kunden massiert. Goldschmidt hat sich über den großen Zuspruch für ihre Initiative gefreut: „Wir waren überrascht, wie spontan sich Menschen für eine Massage bei uns entschieden haben.“ Das Ergebnis: 623,00 Euro. Der Gesamtbetrag wurde nun an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ überwiesen. Ärzte ohne Grenzen unterstützt Krankenhäuser und Gesundheitsposten in Tacloban und Burauen (auf Leyte), Balasan (auf Panay) und Guiuan (auf Samar).

Marienhospital Münsterland

Der neue Name des Krankenhauses, das aus der Fusion der Krankenhäuser in Emsdetten, Greven und Steinfurt entsteht, knüpft an die kirchliche Tradition der drei Einrichtungen an und stellt einen regionalen Bezug her: Das Marienhospital Münsterland liegt im Herzen des Münsterlandes.
Die drei Krankenhäuser im Verbund der Christlichen Krankenhaus Trägergesellschaft (ckt.), das Marienhospital Emsdetten, das Maria-Josef-Hospital Greven und das Marienhospital Steinfurt sollen rückwirkend zum 01. Januar 2013 zu einem Krankenhaus zusammen geführt werden. Diesen Beschluss haben die Gremien des Klinikverbundes im vergangenen Jahr gefasst. Mit Hochdruck laufen seitdem die Vorbereitungen für die Fusion der drei Krankenhäuser.

Ein Krankenhaus mit mehreren Standorten
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum dem städteübergreifenden Krankenhaus mit fünf Standorten (Altenberge, Emsdetten, Greven, Laer, Steinfurt) nun erreicht. Die Gesellschafterversammlung der Christlichen Krankenhaus Trägergesellschaft (ckt.) hat einen Namen für das neue Krankenhaus festgelegt. Die drei Einrichtungen werden zukünftig unter dem Namen „Marienhospital Münsterland GmbH“ firmieren.
Ulrich Scheer, Kaufmännischer Geschäftsführer der ckt. beschreibt das neue Krankenhaus: „Das Marien Hospital Münsterland mit seinen 700 Betten ist ein Klinikum mit mehreren Betriebsstätten im Kreis Steinfurt. Für die ca. 200.000 Einwohner unseres Einzugsgebietes sichern wir eine moderne, leistungsstarke und wohnortnahe medizinische Versorgung.“ Die Fachbereiche Allgemeine Innere Medizin und Chirurgie werden an den drei Standorten Emsdetten, Greven und Steinfurt weitergeführt.

10.06.2013: Bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit 2013 in Steinfurt/ am Marienhospital

Das Marienhospital lädt am 15.06.2013, dem Tag der offenen Tür, auch zum dritten Aktionstag Gefäßgesundheit ein.
Zwischen 10-15 Uhr wird die Gefäßabteilung anhand von Modellen und Untersuchungen (zB Ultraschall) zeigen, wie Menschen Ihre Arterien besser schützen können. Frau Dr. Petra Vieth, Chefärztin der Angiologie, und Herr Dr. Thomas Wentzler, Chefarzt Gefäßchirurgie, stehen für Fragen gerne zur Verfügung.
Der bundesweite Aktionstag Gefäßgesundheit wird von der Initiative gegen PAVK und der DGA (Deutsche Gesellschaft für Angiologie e.V.) in Kooperation mit der Deutschen Gefäßliga im Rahmen der Aufklärungskampagne „Verschlusssache PAVK“ initiiert. An diesem Tag finden in rund 30 Städten Informationsveranstaltungen zu PAVK statt. Ziel ist, die Bevölkerung über die gefährliche Durchblutungsstörung PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und ihren Risikofaktoren auf-zuklären.


Hintergrundinformationen zur PAVK: In Deutschland leiden 4,5 Millionen Menschen an PAVK, oft ohne davon zu wissen. PAVK kann weitreichende Folgen haben, wenn die Betroffenen nicht behandelt werden: In Deutschland werden jährlich etwa 60.000 Amputationen wegen PAVK, oft in Verbindung mit Diabetes mellitus, vorgenommen. 75 Prozent der PAVK-Patienten sterben an Herzinfarkt und Schlaganfall (getABI-Studie). PAVK fristet in der öffentlichen Wahrnehmung, der ärztlichen Diagnostik und im Informationsangebot des Gesundheitswesens ein Schattendasein.

Fotoklub Kontraste erhält Beamer

Das Marienhospital Emsdetten hat dem Fotoklub Kontraste als Dankeschön einen Beamer überreicht. Horst Ludwig und Jürgen Thoma nahmen den Beamer im Beisein von mehreren Mitgliedern des Fotoklubs Kontraste aus den Händen von Helga Flüchter und Gabriele Sonsmann entgegen.

Schon seit mehreren Jahren kooperieren das Krankenhaus und der Fotoklub Kontraste. Regelmäßig finden Fotoausstellungen im Krankenhaus statt. In den letzten Monaten hat der Fotoklub Kontraste auf Wunsch des Direktoriums des Marienhospitals Emsdetten Aufnahmen in verschiedenen Abteilungen und Funktionsbereichen des Krankenhauses gemacht. Außerdem wurden Porträts gefertigt. Insbesondere kommt die Dauerausstellung des Fotoklubs im Erdgeschoss bei unseren Patienten und den Besuchern gut an. „Wir freuen uns über die Kooperation,“ so Helga Flüchter, Pflegedirektorin am Marienhospital Emsdetten. Die Porträtfotos werden zum Beispiel für die Gestaltung des Internetauftrittes verwendet, weiß Gabriele Sonsmann, Unternehmensleiterin Personalmanagement und -entwicklung.

Horst Ludwig bedankte sich für den Beamer. „Während unserer regelmäßigen Treffen können wir das Gerät gut für gemeinsame Bildbesprechungen einsetzen.“

15.05.2013: SenTa- Die Tagesstätte für Senioren in Altenberge

Ab 03. Juni 2013 gibt es in Altenberge eine neue Tagesstätte für Senioren: SenTa. Das Angebot richtet sich an Senioren, die zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung wohnen und tagsüber eine Betreuung wünschen. SenTa bietet eine ganztägige Betreuung von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:30 bis 16:30 Uhr. Die Betreuungszeiten sind flexibel und können täglich oder an individuell vereinbarten Wochentagen in Anspruch genommen werden. „Wir betreuen gesunde und kranke alte Menschen, auch Menschen mit demenziellen Erkrankungen“, so Wiltrud Niehaus. Sie ist die verantwortliche Pflegekraft und examinierte Krankenschwester der SenTa-Tagespflege. Gemeinsam mit ihrem Team bietet sie bis zu acht Senioren einen strukturierten Tagesablauf mit Einzel- und Gruppenaktivitäten. Niehaus: „Wir bieten unseren Gästen eine Atmosphäre der Geborgenheit, in der sie ihre Fähigkeiten der selbst bestimmten Lebensführung erhalten, einsetzen und individuell gefördert werden.“

Die SenTa-Tagesstätte befindet sich in Räumen der Carol Marynski-Stiftung in Altenberge. Sie verfügt über einen Tagesraum mit Aussenterrasse und einen abgeschlossenen Ruheraum. Die Gartenanlagen des Carol Marynski-Stiftung können mitgenutzt werden.

Für weitere Informationen ist Wiltrud Niehaus telefonisch unter 02505 / 948 97 58 zu erreichen. Interessenten können unter dieser Rufnummer auch einen kostenlosen Probetag in der Tagesstätte vereinbaren.

Die Tagesstätte SenTa wird von den beiden kirchlichen Trägern Domus Caritas gGmbH und Marienhospital Steinfurt GmbH getragen. Beide Organisationen haben eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, die in Steinfurt und Umgebung ab sofort als kompetenter Ansprechpartner rund um die Tagesspflege für Senioren zur Verfügung steht. Aus Erfahrung weiß Geschäftsführer Burkhard Baumann, dass die Tagespflege für Senioren verschiedene Vorteile hat: „SenTa möchte zum Beispiel eine Entlastung der pflegenden Angehörigen sicherstellen.“ Einen weiteren Vorteil sieht er in der Tatsache, dass ein unvermeidlich erscheinender Heimaufenthalt durch die Tagespflege vermieden oder verzögert werden kann.

Im Internet hat die SenTa-Tagesstätte eine eigene Adresse: www.senta-altenberge.de

22.04.2013: Marienhospital Emsdetten ist nun „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL®“

Die Abteilung für Innere Medizin II (Nephrologie) am Marienhospital Emsdetten ist Anfang April von der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention als „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL“ ausgezeichnet worden. Dr. med. Bernd Winterberg, Chefarzt der Abteilung und Ärztlicher Direktor des Emsdettener Krankenhauses, freut sich über die Auszeichnung: „Wir sind die erste Einrichtung im Kreis Steinfurt, die sich als ‚Zertifiziertes Hypertonie Zentrum DHL®‘ bezeichnen kann. Das Zertifikat garantiert dabei, dass der hohe Qualitätsstandard eingehalten wird, den die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Versorgungsforschung zu dem komplexen Krankheitsbild Bluthochdruck definiert hat.“

Bluthochdruck - eine schleichende und gefährliche Erkrankung
Hypertonie ist das Fachwort für Bluthochdruck. Das Marienhospital Emsdetten verfügt über eine Spezialabteilung zur Behandlung von Nieren- und Bluthochdruckkrankheiten. Hier sind Fachärzte tätig, die über die Anerkennung als Hypertensiologen DHL verfügen. Sie beschäftigen sich mit der Diagnostik und Therapie schwerer Bluthochdruckerkrankungen.
Die arterielle Hypertonie ist laut WHO nach Mangelernährung und Rauchen die dritthäufigste Ursache für die Gesamtsterblichkeit der Menschheit. In Deutschland leiden mehr als 35 Mio. Bürger an dieser Erkrankung, doch nur jeder zweite weiß davon. Von den bekannten Hypertoniekranken wird bislang nur die Hälfte behandelt und von den behandelten Patienten hat nur ca. die Hälfte einen normalen Blutdruck.
Die Hypertonie verläuft schleichend und symptomarm. „Die Betroffenen spüren lange Zeit nichts von ihrer Erkrankung“, weiß Dr. med. Bernd Winterberg. So wird die Diagnose oft auch nur zufällig bei einer Routineuntersuchung gestellt. Die Folgen dieser Erkrankung sind Demenz, Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern), Apoplex (Schlaganfall), Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, (dialysepflichtige) Niereninsuffizienz, Versteifung und Verengung der Gefäße mit daraus folgenden Durchblutungsstörungen, Veränderungen der Netzhaut des Auges und erektile Dysfunktion.
Mit Medikamenten kann der Bluthochdruck zwar nicht geheilt werden, aber sie senken den Druck in den Blutgefäßen - idealerweise in den Normbereich - und damit auch das Risiko, an den genannten Folgeerkrankungen zu leiden oder zu versterben. Manchmal reicht die medikamentöse Therapie zur Senkung des Blutdrucks aber nicht aus, und es muss zusätzlich eine interventionelle Maßnahme, z. B. die Aufdehnung oder Wiedereröffnung von Blutgefäßen an den Nieren, durchgeführt werden. Dies kann im ckt. Gefäßzentrum erfolgen.

Im Krankenhausverbund der ckt. ist die Behandlung der Bluthochdruckerkrankung ein Schwerpunkt innerhalb des Spektrums unterschiedlicher Gefäßerkrankungen. Die vielfältigen Ursachen machen die Behandlung von Durchblutungsstörungen in spezialisierten Zentren, wie zum Beispiel im ckt. Gefäßzentrum erforderlich, um Patienten mit behandlungsbedürftigen Gefäßerkrankungen eine umfassende Betreuung zukommen zu lassen. Ärzte aus den Bereichen Innere Medizin / Angiologie, Gefäßchirurgie und Radiologie arbeiten im ckt. Gefäßzentrum zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, zum Wohle der Patienten eine medizinische Versorgung „aus einer Hand” zu ermöglichen.

21.03.2013: Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ für das Marienhospital Steinfurt

Bereits zum zweiten Mal hat die Intensivstation des Marienhospitals Steinfurt von der Stiftung Pflege das Zertifikat „Angehörige jederzeit willkommen“ überreicht bekommen.

Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Einbeziehung der Angehörigen in das therapeutische Konzept der Intensivstation gewürdigt. Pflegedirektor Holger Hummels sieht in dem Zertifikat eine Anerkennung der schon seit Jahren praktizierten Zuwendung zu den Angehörigen: „Wenn Patienten und Angehörige unsere Intensivstation positiv in Erinnerung behalten, liegt dieses sicherlich an der medizinisch guten Hilfe. Doch das Erleben macht sich hauptsächlich an der engagierten Arbeit und dem persönlichen Einsatz der Mitarbeiter vor Ort fest.“ Weiter ist sich Hummels davon überzeugt, dass das Zertifikat bestätigt, was für die Mitarbeiter seit Jahren selbstverständlich ist. Konzepte und räumliche Bedingungen können nur einen entsprechenden Rahmen bieten.

Im Begleitschreiben zum aktuellen Zertifikat heißt es: „Die Voraussetzung für das „Da-Sein“ haben Sie auf Ihrer Intensivstation durch die uneingeschränkte Öffnung für den Angehörigen geschaffen - das bestätigen wir gerne mit diesem Zertifikat - denn nachhaltiges Engagement für mehr Menschlichkeit gehört gewürdigt. Über 60 Intensivstationen sind bereits Ihrem Beispiel gefolgt - so können wir hier mit Sicherheit sagen: Sie waren mit bei den Vorreitern im Sinne von Best Practice.“

Individuelle Besuchszeiten und die Möglichkeit, den eigens eingerichteten Besucherraum zu nutzen, sind zwei Merkmale, die das Konzept des Teams aus Pflegekräften und Ärzten ergänzen. Außerdem wurde eine Handreichung für Angehörige entwickelt, die ihnen Orientierung geben soll.

Brustzentrum erfolgreich rezertifiziert

„Unser Brustzentrum garantiert den Patienten eine hohe medizinische Qualität und leitliniengerechte Behandlung“, fasst Chefarzt Dr. Akbar Ferdosi die erfolgreiche zweite Rezertifizierung des Brustzentrums Nordmünsterland zusammen. Seit April 2012 leitet er den operativen Standort des Zentrums am Maria-Josef-Hospital in Greven. Nun blickt er auf das erste Jahr als Chefarzt zurück. Der Schwerpunkt Senologie wurde unter seiner Führung zu einem eigenständigen Schwerpunkt in der Abteilung für Frauenheilkunde des Grevener Krankenhauses. In kürzester Zeit ist es ihm gelungen sich seinen Patientinnen als erfahrener Fachmann und zugewandter Gesprächspartner anzubieten: „Mir liegt es am Herzen, die Patientinnen mit ihren Ängsten sehr ernst zu nehmen.“ Ferdosi legt Wert darauf, ihnen die einzelnen Therapiemethoden ausführlich zu erklären. Nur wer informiert ist, kann die einzelnen Schritte der Abklärung und der Therapie verstehen. Gemeinsam seinem Ärzteteam und den eigens ausgebildeten breastcare nurses Hildegard Sieg und Elisabeth Greiling versorgt Chefarzt Ferdosi seine Patientinnen.

Das Angebot des Zentrums reicht von der Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs über die psychosoziale Betreuung, Chemotherapie und Strahlenbehandlung bis hin zur Nachsorge oder auch Palliativmedizin. Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen sind neben den Senologen an der Behandlung beteiligt. Dazu gehören Radiologen, Pathologen, Nuklearmediziner, Onkologen und Strahlentherapeuten. Sie stimmen für jede Patientin in der wöchentlichen Tumorkonferenz den individuellen Behandlungsplan ab. Das Institut für Pathologie (Klinikum Osnabrück) unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Horst Krech hat im vergangenen Jahr ein eigenes Labor unmittelbar am Maria-Josef-Hospital in Greven eingerichtet. Die diagnostischen Dienstleistungen des Pathologen sind für die Ärzte des Brustzentrums damit noch schneller verfügbar. Der Vorteil für die Patientinnen liegt auf der Hand: Durch intraoperative Schnellschnittuntersuchungen erreicht man das Behandlungsziel zu 95% durch eine einzige Operation (einzeitiges Verfahren).

Das Brustzentrum Nordmünsterland ist eine Kooperation des Maria-Josef-Hospitals Greven, des Mathias-Spitals Rheine, des Klinikums Ibbenbüren und des Antonius-Hospitals in Gronau. Gemeinsam haben sie sich die Diagnostik und die Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinom) zur Aufgabe gemacht. Das Maria-Josef-Hospital ist als operativer Standort des Brustzentrums Nordmünsterland ausgewiesen. Jetzt wurde das Brustzentrum zum zweiten Mal durch ÄKzert, die anerkannte Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe geprüft und für weitere 3 Jahre als Behandlungseinrichtung zertifiziert. Mehr als 400 Mammakarzinompatientinnen werden im Brustzentrum Nordmünsterland jährlich behandelt.

Die Versorgung von Brustkrebspatientinnen in ausgewiesenen Zentren hat die Behandlungsqualität nachweislich verbessert. Dazu sagt Dr. Akbar Ferdosi: „Dank neuer Therapieverfahren haben sich die Heilungschancen immer weiter entwickelt.“ Brustkrebs zählt zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen der Frau. Durch eine sichere Diagnosestellung, gefolgt von einer qualitativ hochwertigen und ganzheitlichen Therapie, kann der weitere Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden.

Ansprechpartner:

Referat Öffentlichkeitsarbeit
Stephan Schonhoven
Mauritiusstraße 5
48565 Steinfurt

Tel.: 02552 79-4090
FAX: 02552 79-1386