zur Geschichte der Krankenhäuser in Emsdetten, Greven und Steinfurt

Geschichte der Krankenhäuser im ckt.-Verbund

Die Gründung der ckt. Christliche Krankenhaus-Träger GmbH erfolgte im Jahr 1994. Gründungsmitglieder waren die Kath. Kirchengemeinde St. Pankratius in Emsdetten mit dem Marienhospital Emsdetten und die Kath. Kirchengemeinde St. Martinus in Greven mit dem Maria-Josef-Hospital Greven. Im Jahr 2000 kam die Kirchengemeinde St. Nikomedes mit dem Marienhospital Steinfurt hinzu.

Die Krankenhäuser stehen in einer über hundertjährigen Tradition in der Behandlung, Pflege und Betreuung kranker Menschen.

Im Sommer 2013 erfolgte die Fusion der vormals selbstständigen Krankenhäuser zu einem Krankenhaus an fünf Standorten. Das neue Krankenhaus trägt den Namen "Marienhospital Münsterland".

Seit dem 01.11.2015 wird das Krankenhaus in Greven als Einrichtung der St. Franziskus-Stiftung Münster fortgeführt.
Geschichte des Marienhospitals Emsdetten

Marienhospital EmsdettenDie Geschichte von Krankenhäusern erzählt gleichermaßen von Krankheit, Leiden und Lebensschicksalen, wie auch von menschlicher Hilfsbereitschaft und Zuwendung.
Die besondere Hinwendung Jesu zu den Kranken war und ist für die Kirche zu allen Zeiten Ziel und Aufgabe.

Marienstatue am Krankenhaus EmsdettenAls im 19. Jahrhundert im Münsterland vor allem kirchliche Initiativen zur Errichtung von Krankenstationen und Krankenhäusern führten, gehörte die Pankratiusgemeinde in Emsdetten zu den ersten, die sich daran machten, für das damalige Dorf von etwa 4.000 Einwohnern eine organisierte Krankenpflege und medizinische Versorgung aufzubauen. Freilich war es ein langer Weg, der bis zum heutigen leistungsstarken Krankenhaus führte.
Aus dem kleinen Haus mit 20 Betten, das am 24. August 1870 seiner Bestimmung übergeben wurde, hat sich ein modernes Krankenhaus mit über 200 Betten entwickelt.
Gebäude und Einrichtung sind kein Selbstzweck, sie schaffen die äußeren Voraussetzungen für den Dienst, den Menschen an Menschen leisten.
Als 1870 zwei Ärzte neben ihrer Praxis die medizinische Betreuung im Haus übernahmen, konnten sie nicht ahnen, dass heute mehr als 30 hauptamtliche Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen für die medizinische Versorgung erforderlich sind.

Den Pflegedienst im ersten Haus übernahmen einst zwei Franziskus-Schwestern. Ihre Zahl wuchs zeitweilig bis auf 40 an, bis der Orden wegen Nachwuchsmangels 1978 nach 108-jähriger Tätigkeit seine Schwestern abziehen musste. Heute verrichten weit über 200 examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen den pflegerischen Dienst.
Insgesamt stehen in unserem Haus heute über 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Patienten bereit.

Historische Aufnahme des Marienhospitals Emsdetten                               Historische Aufnahme des Marienhospitals Emsdetten

Wir wünschen uns, dass unser Marienhospital weiterhin den jeweiligen Erfordernissen der Krankenversorgung gewachsen bleibt und den Dienst an den Patienten zeitgemäß erfüllen kann als helfender und heilender Ort von Menschen für Menschen.

Geschichte des Marienhospitals Steinfurt

Marienhospital SteinfurtCaritas und Nächstenliebe sind die Wurzeln, aus denen heraus die Kirchengemeinde St. Nikomedes in Borghorst sich im Jahre 1857 entschloss, "eine Krankenanstalt unter Leitung barmherziger Schwestern zu errichten,…" (Auszug aus einem Sitzungsprotokoll).
Im Jahre 1863 nahm das Krankenhaus mit 20 Betten seinen Betrieb auf, nachdem die Mauritzer Franziskanerinnen aus Münster einen Konvent nach Borghorst entsendet hatten.

MHS_geschichte_1Man verstand sich in der Tradition der Stiftsdamen von Borghorst, die sich schon im Mittelalter der Armen- und Krankenfürsorge verschrieben hatten, wie aus Urkunden aus dem Jahr 1445 hervorgeht. Und so entstand neben dem Krankenhaus, dass damals den Namen "Maria Trost" führte, ein Armenhaus, dass bis 1960 von Ordensschwestern geleitet wurde. Die Verbindung der beiden Einrichtungen wird vor allem im § 2 festgeschrieben: "dass arme Kranke in die Anstalt unentgeltlich aufgenommen werden müssen." Das Krankenhaus, das zunächst den Namen "Maria Trost" trug, wurde im Jahre 1967 nach Vollendung verschiedener Bauwerke in "Marienhospital" umbenannt.

Wie notwendig der Krankenhausbau war, beweist die Tatsache, dass schon im Jahr 1890 ein weiterer Anbau fertig gestellt wurde und 1913 ein zusätzlicher Baukörper entstand. Seit 1953 wurde das Marienhospital Steinfurt in verschiedenen Bauabschnitten erweitert.

Weitere Baumaßnahmen und Eckpunkte in der Entwicklung des Marienhospitals erfolgten in den Jahren:

1953
Errichtung eines Bettentraktes. Damit erhielt das Krankenhaus eine Kapazität von 160 Betten.

1960
Planung verschiedener Baumaßnahmen zwischen dem Träger, der Verwaltung und der damaligen Stadt Borghorst. November: Sondersitzung des Rates der Stadt Borghorst und Beschlußfassung über eine finanzielle Mitbeteiligung. Abbruch des "Huesmannschen Gebäudes" (jetziger Standort Schwestern- und Personalwohnheim-VEW-Zentrale).

Großbrand am Marienhospital1961
(04.Februar) Großbrand. Danach provisorischer Wiederaufbau des Dachgeschosses und Erstellung
von Notunterkünften. Bau und Inbetriebnahme des Schwestern- und Personalwohnheimes mit 54 Heimplätzen (davon 24 Plätze für Ordensschwestern)

1962
Abbruch des Altersheimes (Armenhaus) und Errichtung eines Parkplatzes.

1963
Kompletter Neubau der Energiezentrale einschließlich Notstromversorgung, einer Zentralwäscherei und einer Bettenzentrale.
Bau und Fertigstellung der Leichenhalle

1965
Neubau eines weiteren Bettentraktes mit 105 Betten (Innenhof).

1966
Errichtung eines Behandlungstraktes mit Röntgenabteilung, Zentrallabor, OP- und Ambulanztrakt für Chirurgie, Gynäkologie und HNO, Endoskopieabteilung, Entbindungsräume, Neugeborenenabteilung etc.

1967
Bau und Bezug eines zweiten Personalwohnheimes mit zusätzlichen 37 Heimplätzen.

1968
Fertigstellung der Hauptküche, Cafeteria und Verwaltung sowie einer eigenen Krankenhauskapelle.

1970
Sanierung der ehemaligen Kinderstation

1972
Anbau eines weiteren Bettentraktes mit 35 zusätzlichen Betten (Südflügel / Stiftsgraben) für den
überörtlichen Schwerpunkt Angiologie. Neubau einer physikalischen und krankengymnastischen Abteilung einschließlich Schwimmbad und Sauna.

1975
Umfangreiche Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.

1979
Bau einer Feuerwehrstraße.

1980
Komplette Erneuerung der Westfassade (Fenster, Verblendung etc.)

Luftbild des Marienhospital Steinfurt
1981
Kompletter Neubau und Inbetriebnahme der, nach neuesten Erkenntnissen errichteten Intensiv- und Wachstation (7 Intensiv- und 4 Aufwachbetten).
Gleichzeitig Erweiterung der Labor- und OP-Räume sowie Errichtung einer Zentralsterilisation.

1981
Übernahme des ehemaligen Belegkrankenhauses in Laer.

1983
Nach völliger Instandsetzung und Umgestaltung des Krankenhauses Laer erfolgte die Errichtung einer Fachabteilung für Psychotherapie und Psychosomatik mit weiteren 60 Akutbetten.

1985
Bau einer Kleinspielfeldanlage in Laer für verschiedene Sportarten und Errichtung eines Gymnastik- und Umkleidegebäudes mit Naßräumen und Nebenräumen.

1987
Erweiterung des Parkplatzes um zusätzliche 82 Stellplätze (insgesamt 162).

1989
Aufstockung (über der Intensivabteilung) und Errichtung einer modernen Neugeborenenabteilung mit Kreissälen etc.

1991
Kooperation mit dem Perinatologischen Zentrum der Universität Münster.
Umbau der Station B für die neu errichtete Hauptabteilung Radiologie; später Ergänzung mit CT und DSA (2 Bauabschnitte).

1993
Aufstockung des Bettentraktes von 1964 um eine Station (K) mit 24 Betten und vorgeschalteten Naßzellen und Nebenräumen.

1994
Kompletter Ausbau des Treppenhauses wegen Brandschutz.

1995
Einrichtung einer ambulanten, häuslichen Krankenpflege.

1996
Vollständige Umgestaltung des Sockelgeschosses in Laer (Küche, Speiseräume, Bistro, Gymnastik, Flure).

1997
Beginn der OP-Baumaßnahme: Neubau eines modernen, zentralen OP-Traktes sowie einer neuen Ambulanz und Notfallversorgung.
Kooperation mit dem St. Johannes - Hospital Altenberge, Entwicklung des sog. "Altenberger-Modells"

1998
Umgestaltung der Krankenzimmer in Laer, Einbau von Naßzellen und Sanierung der Nebenräume (Umbaukosten ca. DM 1,1 Mio.).

Außenansicht des Marienhospitals1999
Inbetriebnahme des neuen Operationstraktes mit 3 hochmodernen Zentral-OP’s, einem integrierten Eingriffsraum, einer neuen Ambulanz und Notfallversorgung.

2000
Anerkennung als Referenzzentrum für Telepathologie
Umbau und Modernisierung der Patientenzimmer der Station H
Umbau der alten "Apotheke" zur Zentral-Diagnostik des Schwerpunktes für Angiologie
Offizielle Inbetriebnahme der komplett modernisierten Abteilung für Psychosomatik und Einsegnung der renovierten Kapelle in der Betriebsstelle Laer, mit einem Tag der offenen Tür.

2001
Teilung der Fachabteilung Chirurgie in die drei Betriebsbereiche Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Gefäßchirurgie und Visceralchirurgie.

2002
Schaffung eines neuen Raumprogramms für die Kreißsäle.
Erhöhung der Planbettenzahl im Bereich Intensivmedizin von 8 auf 13.

2003
Ausweisung der ersten Hauptfachabteilung für Angiologie (30 Betten) im Regierungsbezirk
Münster im Krankenhausplan NRW.
Aufnahme des Versorgungsauftrages für Gefäßchirurgie in den Krankenhausplan NRW.
Ausweisung einer Tagesklinik für Psychotherapeutische Medizin mit 16 Plätzen.
Betreutes Wohnen in LaerInbetriebnahme einer neuen Betreuten Wohnanlage mit 11 Wohnungen in Laer.
Umübertragung des Geschäftsbetriebes der Gesundheitseinrichtungen der Kirchengemeinde St. Nikomedes auf die neu errichtete Marienhospital Steinfurt GmbH.
Gründungsmitglied des Brustzentrums Münster als Partner der Universitätsklinik Münster.
Teilung der Fachabteilung Innere Medizin in die Betriebsbereiche Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie

2005
Inbetriebnahme des Erweiterungsabschnittes Mauritiusstraße / Stiftsgraben mit der nach
neuestem Standard eingerichteten Intensivstation, drei modernen Endoskopiesälen, neuen Therapieräumen der Physikalischen Abteilung und einer Dachterrasse.
Inbetriebnahme der Tagesklinik für Psychotherapie und Psychosomatik im Wohn- und Therapiezentrum St. Johannes, Altenberge.
Ansiedlung des kassenärztlichen Notdienstes für die Stadt Steinfurt am Marienhospital Steinfurt.
Zusammenschluss mit den Krankenhäusern Emsdetten und Greven unter dem Dach der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (ckt.).
Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster. Gründung des Vereins "Zentrale Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt e.V.".
Schaffung eines weisungsungebundenen Bereiches Diabetologie DDG im Rahmen der Gastroenterologie.

2006
In Betriebnahme des medizinischen Dienstleistungszentrums domus medica in unmittelbarer Nähe zum Marienhospital.

2008
Errichtung des Wohnkomplexes "Wohnen an den Stiftsgärten" mit einem Gebäude für Betreutes Wohnen und einem Wohngruppen-Komplex für Menschen mit Demenz.
Eintritt der drei Krankenhäuser unter dem Dach der ckt. in den CLINOTEL-Krankenhausverbund.

Wir sind für Sie da:

Marienhospital Münsterland
Krankenhaus Steinfurt

Mauritiusstr. 5
48565 Steinfurt

Tel.: 02552 79-0